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Wassertest Bakterien: Wir klären Ihre Fragen zum Ergebnis

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Was bedeutet der Begriff "KBE" in meinem Analysebericht?

"KBE" steht für "Koloniebildende Einheiten". Dieser Wert misst die Anzahl der Bakterienkolonien, die sich unter kontrollierten Laborbedingungen auf einem Nährboden entwickelt haben. Er wird genutzt, um auf die Konzentration von Bakterien in Ihrem Wasser zu schließen.

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Sind die Ergebnisse vertraulich?

Ja, Ihre Testergebnisse werden streng vertraulich behandelt und sind nur Ihnen zugänglich.

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Was bedeuten die Parameter Gesamtkeimzahlen bei 22°C und 36°C?

Die Gesamtkeimzahl gibt einen Überblick über die mikrobielle Belastung Ihres Wassers. Werte bei 22°C reflektieren typischerweise Umwelteinflüsse, während Werte bei 36°C auf Kontaminationen durch menschliche oder tierische Quellen hinweisen können. Hohe Werte in beiden Kategorien erfordern Aufmerksamkeit, da sie auf potenzielle hygienische Probleme im Wassersystem hinweisen.

Hintergrund

Bei der Ermittlung der Gesamtkeimzahl wird nicht bestimmt, um welche Keime es sich genau handelt. Im Moment geht man zum Teil davon aus, dass eine Grenzwertüberschreitung bei der Gesamtkeimzahl meist für gesunde erwachsene Menschen keine direkte gesundheitliche Auswirkung hat. Langfristig gesehen sollten die Grenzwerte jedoch auf jeden Fall eingehalten werden. Wenn Sie sichergehen möchten, lassen sich zwischenzeitlich durch Abkochen die meisten Bakterien abtöten, sodass danach ein Konsum aus mikrobiologischer Sicht unbedenklich ist (auch für Säuglinge). Falls Sie Magen-Darm-Probleme haben oder bekommen sollten, sollten Sie den täglichen Konsum einschränken, bis der Grund für die Grenzwertüberschreitung gefunden wurde.

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Warum ist das Vorhandensein von E. coli im Trinkwasser bedenklich?

E. coli ist ein Indikator für fäkale Verunreinigung und darf im Trinkwasser nicht vorhanden sein. Das Vorhandensein von E. coli im Trinkwasser zeigt möglicherweise an, dass das Wasser mit Fäkalien kontaminiert ist. Das ist problematisch, weil bestimmte Arten von diesem Bakterium schwere Magen-Darm-Erkrankungen auslösen können.

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Wie kann es zu einer Erhöhung von mikrobiologischen Werten im Leitungswasser kommen?

Mögliche Ursachen für eine Erhöhung mikrobiologischer Werte in Ihrer Probe können u.a. sein:

  • Beschädigte Dichtungen oder Rohre, die das Eindringen von Fremdpartikeln ermöglichen
  • Verunreinigtes Strahlsieb/Strahlregler/Mischdüse vorne am Wasserhahn
  • Defekte oder beschädigte Wasserleitungen
  • Kontaminierte, schlecht gewartete Wasserfilter, die benutzt werden
  • Lange Stagnationszeiten vom Wasser in den Leitungen (z.B. über den Urlaub)
  • Fehler während der Probenahme (ins Gefäß gefasst)
  • Ungeeignete Wasserhähne / Entnahmestellen (z.B. Hähne mit einem ausziehbaren Brauseschlauch. Hier empfehlen wir, dass eine andere Entnahmestelle gewählt wird.)
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Was kann ich selbst tun, wenn meine Wasseranalyse erhöhte mikrobiologische Werte zeigt?

Zunächst können Sie eine erneute Untersuchung mit einem neuen Test-Kit durchführen, um die Ergebnisse zu bestätigen. Sollten die Werte weiterhin erhöht sein, empfiehlt es sich, eine zusätzliche Probenahme-Strategie anzuwenden (s. "Wie sollte ich die Probe bei einer Kontrolluntersuchung nehmen?). Somit können Sie die Ursache näher eingrenzen und ermitteln, ob Sie generell belastetes Wasser erhalten. Bleiben die Werte erhöht, können Sie einen unserer geschulten Probenehmer hinzuziehen. Direkte Anfrage unter info@checknatura.de.

Regelmäßiges Durchspülen der Leitungen hilft, Stagnation zu vermeiden, die eine Brutstätte für Bakterien sein kann.

Achten Sie darauf, Wasserhähne und Strahlsiebe regelmäßig zu reinigen. Das Strahlsieb am Wasserhahn kann Mikroorganismen ansammeln, wenn es nicht regelmäßig gereinigt wird. Um das Risiko einer Bakterienansammlung zu minimieren, sollten Sie das Strahlsieb alle zwei bis drei Wochen entfernen und gründlich mit einer geeigneten Bürste oder durch Einlegen in Essig reinigen.

Lassen Sie das Wasser laufen, bevor Sie es nutzen, besonders wenn es längere Zeit nicht in Gebrauch war. Nach längeren Stagnationsperioden sollte das Wasser einige Minuten fließen gelassen werden, bis es merklich kühler aus der Leitung kommt. Dieses frische Wasser ist dann für den Verzehr geeigneter.

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Wie sollte ich die Probe bei einer Kontrolluntersuchung entnehmen?

Haben Sie ein Ergebnis erhalten, welches erhöhte mikrobiologische Parameter anzeigt, empfiehlt es sich, eine Kontrolluntersuchung durchzuführen, um von einer Momentaufnahme hin zu einer längeren Beobachtung und ggf. Bestätigung/Entlastung zu kommen.

Sinnvoll ist die Durchführung nach bereits umgesetzten Maßnahmen (Strahlsieb, Spülung, etc.). Führen Sie dabei die Probenahme genau wie beim ersten Mal durch. Achten Sie, dass Sie das Probegefäß vorher gut verschlossen halten (entfernt von Kindern oder Haustieren) und öffnen Sie das Gefäß erst direkt vor Probenahme. Fassen Sie dabei nur das Äußere des Deckels an (nicht mit den Händen ins Innere fassen) und legen Sie den Deckel am besten nicht ab. Falls nötig, dann mit der geschlossenen Seite nach unten (das Deckelinnere nach Oben): Verschließen Sie direkt nach der Probenahme das Gefäß wieder.

Ist die Probe ein weiteres Mal auffällig, empfehlen wir die Ausweitung der Untersuchung. Nehmen Sie ggf. eine weitere Probe mit einer anderen Probenahme-Strategie.

 

Beispiel

Bei der ersten Untersuchung haben Sie den Probenahme-Schwerpunkt auf Ihre Wasserleitungen gelegt. Sie haben also zuvor das Strahlsieb abmontiert und wenn möglich den Wasserhahn desinfiziert. Sie haben nun einen Liter Kaltwasser vorlaufen lassen und das Probegefäß befüllt.

Bei der zweiten Untersuchung sind Sie ebenso vorgegangen. Bei einer möglichen Ausweitung könnte man grundsätzlich schauen, ob das Trinkwasser vom Versorger frisch ist und qualitativ einwandfrei aus dem Wasserhahn kommen kann. Hierfür nimmt man also eine Probe wie bei der ersten und zweiten Untersuchung sowie eine Probe vom Versorgerwasser (aus der gleichen Entnahmestelle).

 

Für diese „Versorgerwasserprobe“ geht man folgendermaßen vor:

Abmontieren des Strahlsiebs, Desinfizieren des Wasserhahns und nun das Kaltwasser vorlaufen lassen, bis kaltes, frisches Wasser aus dem Wasserhahn kommt. Wer ein geeignetes Thermometer hat, hält dieses einfach unter den Wasserstrahl (nur Kaltwasser öffnen, einstellen). Sobald die gemessene Temperatur konstant bleibt, also nicht mehr weiter sinkt, können Sie den Wasserstrahl auf „bleistiftdicke“ einstellen und die Probe nehmen. Wer kein Thermometer hat, kann auch mit der Hand fühlen: nach einiger Zeit verändert sich die Temperatur des Wassers deutlich fühlbar (kaltes, frisches Wasser).

Als weiteres Maß könnte man je Stockwert bis zu 10l Vorlaufen lassen. Das Ziel bei dieser Strategie ist es, das frische Versorgerwasser zu testen, wie es aus Ihrer Entnahmestelle ankommt. Sprechen Sie uns auf weitere Strategien gerne an (Kontakt: info@checknatura.de).

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Welche Keime sind bei einer erhöhten Gesamtkeimzahl im Trinkwasser vorhanden?

Gemäß der Trinkwasserverordnung ist es nicht vorgesehen, dass die Gesamtkeimzahl im Trinkwasser spezifische Keime identifiziert. Vielmehr dient die Gesamtkeimzahl als Indikatorwert für die allgemeine mikrobiologische Qualität des Wassers. Es ist wichtig zu beachten, dass eine erhöhte Gesamtkeimzahl nicht zwangsläufig auf das Vorhandensein bestimmter Keime hinweist, sondern vielmehr auf eine allgemeine Verunreinigung des Wassers hindeutet. Für eine genauere Analyse und Identifizierung der spezifischen Keime ist eine detailliertere Untersuchung erforderlich.

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Ist es sicher, abgekochtes Wasser für Säuglinge zu verwenden?

Ja, abgekochtes Wasser ist in der Regel sicher für den Verzehr von Säuglingen, da durch das Abkochen die meisten Bakterien im Wasser abgetötet werden. Dieser Prozess reduziert das Risiko einer bakteriellen Kontamination des Wassers und erhöht somit die Sicherheit für empfindliche Gruppen wie Säuglinge. Bei Verdacht oder Bestätigung einer mikrobiologischen Belastung ist es sinnvoll, das Wasser vor dem Verzehr abzukochen und auf eine angenehme Temperatur abkühlen zu lassen, um Verbrennungen zu vermeiden. 

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Kann ich Trinkwasser, das eine erhöhte Gesamtkeimzahl aufweist, zum Gießen von Pflanzen verwenden, da die meisten Bakterien im Wasser nach einiger Zeit absterben?

Bei Regenwasser (welches gesammelt wird) sind Keimzahlen häufig auch nicht bei 0. Hier empfiehlt z.B. auch das Umweltbundesamt dennoch die Nutzung. Ähnlich sehen wir den Verwendungszweck “Gießen” bei Wasser, welches erhöhte Gesamtkeimzahlen aufweist, als durchaus sinnvoll an. Die Verwendung von Wasser mit erhöhter Gesamtkeimzahl zum Gießen von Pflanzen ist möglicherweise nicht unbedingt schädlich. Es ist wichtig zu wissen, dass manche gefährlichen Bakterien unter bestimmten Bedingungen überleben können. Wenn das Wasser dann mit den Pflanzen in Berührung kommt, die später gegessen werden, besteht die Gefahr, dass sich die Bakterien darauf übertragen.

Bei Unsicherheit ist es ratsam, auf alternative Wasserquellen zurückzugreifen, die eine niedrigere Keimbelastung aufweisen, um das Risiko zu minimieren. Wenn jedoch keine anderen Optionen verfügbar sind, ist es wichtig, das Gießwasser gezielt an der Wurzelbasis zu verteilen, um die Wahrscheinlichkeit einer Kreuzkontamination zu verringern.