Die Wirkungen von Tee: Ein umfassender Ratgeber für Wohlbefinden und Gesundheit
Tee ist ein sehr vielseitiges und beliebtes Getränk, das nicht nur den Durst löscht, sondern auch belebend oder entspannend wirken kann. Zudem hat unter anderem grüner Tee höchstwahrscheinlich ebenso konkrete positive Wirkungen auf das Risiko von zum Beispiel Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Entzündungsprozesse. Allerdings können grüner und schwarzer Tee sowie diverse Kräutertees auch unerwünschte Wirkungen haben. Viele interessante Hintergrundinfos zu den genannten Punkten erhalten Sie in unserem übersichtlichen Teeratgeber! (Stand Dezember 2025).
Inhalt
Tee-Grundlagen: echter Tee versus Kräutertee
Obwohl echter Tee und Kräutertee häufig einfach als „Tee” bezeichnet werden, gibt es zwischen den Teearten doch sehr entscheidende Unterschiede:
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Echter Tee wird aus der TeepflanzeCamellia sinensishergestellt. Zu den echten Tees zählenunter anderem grüner Tee, weißer Tee undschwarzer Tee.
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Kräuter- und Früchtetees wie Pfefferminztee, Kamillentee, Hibiskustee oder Hagebuttentee bestehen aus Bestandteilen anderer Pflanzen bzw. werden aus diesen hergestellt.
Kurzübersicht – die wichtigsten Inhaltsstoffe in Tees
Tee kann je nach Sorte unter anderem die folgenden Inhaltsstoffe enthalten:
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Koffein/Teein (als Teein wird das Koffein im Tee bezeichnet)
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Aminosäuren wie L-Theanin
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Polyphenole & Flavonoide (sekundäre Pflanzenstoffe)
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Ätherische Öle & Gerbstoffe
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Vitamine & Mineralstoffe
Unterschied grüner Tee, schwarzer Tee
Wie bereits erwähnt, werden die sogenannten "echten" Tees aus der Teepflanze Camellia sinensis hergestellt. Durch unterschiedliche Verarbeitungsprozesse wie die Fermentation (Oxidation, Umwandlung durch Mikroorganismen) entstehen grüner Tee und schwarzer Tee. So ist grüner Tee nicht fermentiert, während schwarzer Tee fast vollständig fermentiert ist. Die Fermentation und weitere Verarbeitungsschritte wie das Dämpfen oder Rösten bei grünem Tee haben teilweise einen großen Einfluss auf die Inhaltsstoffe der Tees und somit auch die jeweiligen Wirkungen.1
Grüner Tee – der Gesundheitstee
Die nachfolgenden Wirkungen von grünem Tee werden vor allem den enthaltenen Polyphenolen (Gruppe sekundärer Pflanzenstoffe), insbesondere den Catechinen wie Epigallocatechingallat (EGCG), zugeschrieben. Diese gelten unter anderem als starke Antioxidantien und sind in grünem Tee in höherer Konzentration enthalten als in schwarzem Tee.2
Positive Wirkungen von grünem Tee
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Herz und Kreislauf: Grüner Tee kann dazu beitragen, das Risiko für Bluthochdruck, Herzinfarkt und Schlaganfall zu senken. Die gefäßschützende und möglicherweise leicht blutdrucksenkende Wirkung von grünem Tee verringert das Auftreten und die Sterblichkeit durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen wahrscheinlich bei täglichem Konsum. Die Deutsche Herzstiftung empfiehlt dazu 1 bis 2 Tassen grünen Tee pro Tag zu konsumieren.3
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Stoffwechsel: Grüner Tee kann den Fett- und Zuckerstoffwechsel positiv beeinflussen und so möglicherweise zu einer Gewichtsreduktion beitragen.4
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Kognitive Funktionen: Es gibt Hinweise darauf, dass der regelmäßige Genuss von grünem Tee das Alzheimerisiko senken kann, was insbesondere dem EGCG zugeschrieben wird.5 Zudem kann die Aminosäure L-Theanin eine entspannende und beruhigende Wirkung haben, während das enthaltene Koffein (Teein) ebenso anregend wirkt. Welcher Effekt dominiert, hängt unter anderem von der Grünteesorte und der Zubereitung (hauptsächlich Ziehzeit) ab (siehe nächster Absatz).
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Entzündungshemmend: Die Antioxidantien in grünem Tee sollen auch entzündungshemmend wirken.1
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Knochengesundheit: Das Catechin EGCG könnte sich positiv auf die genetische Regulation der knochenaufbauenden Osteoblasten auswirken und somit zu einer verbesserten Knochengesundheit bzw. Knochenfestigkeit beitragen.1
Schwarzer Tee: Der Klassiker
Schwarzer Tee gilt als Klassiker unter den echten Tees und wird in Europa noch deutlich häufiger getrunken als grüner Tee. Die Wirkungen von schwarzem Tee basieren größtenteils ebenfalls auf Koffein und sekundären Pflanzenstoffen. Durch die Fermentation bei der Herstellung von schwarzem Tee entstehen aus den in den Teeblättern enthaltenen Catechinen Theaflavine und Thearubigene, welche dem Tee seine typische Farbe und den kräftigeren Geschmack verleihen.6
Positive Wirkungen von schwarzem Tee
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Anregung: Das in schwarzem Tee enthaltene Teein (Koffein im Tee) wirkt anregend.
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Herz und Kreislauf: Ähnlich wie Grüntee kann auch Schwarztee die Sterblichkeit durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen reduzieren. Insbesondere bei einem relativ hohen Konsum. Die Studienlage ist hier jedoch nicht eindeutig.7
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Verdauung: Die Gerbstoffe des Tees können beruhigend auf die Darmschleimhaut wirken und den Stuhlgang regulieren. Diese „Wirkungen” sind jedoch oft stark von der individuellen Sensitivität gegenüber den Stoffen abhängig.8
Negative Wirkungen von grünem und schwarzem Tee
Neben positiven Wirkungen können grüner Tee und schwarzer Tee auch unerwünschte Wirkungen haben. Dies gilt insbesondere bei einem zu hohen Konsum oder einer individuell ausgeprägten verstärkten Sensibilität:
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Leberschäden (grüner Tee): Wird grüner Tee nicht in übermäßigen Mengen getrunken, sind Leberschäden eher nicht zu befürchten. Hochdosierte Grüntee-Extrakte (Nahrungsergänzungsmittel) können die Leber dagegen bei einer Überdosierung schwer schädigen.1
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Nierensteine: Die in grünem und schwarzem Tee enthaltene Oxalsäure könnte bei übermäßigem Konsum das Risiko für Nierensteine erhöhen.1, 9
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Koffein-Sensitivität: Das in echtem Tee enthaltene Koffein kann bei empfindlichen Personen zu unangenehmen Symptomen wie Herzklopfen, Zittern, Unruhe oder Übelkeit führen. Diese Reaktionen sind oft dosisabhängig.
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Magenbeschwerden: Starke Tees (z. B. nach langen Ziehzeiten) können teilweise Magenreizungen und Übelkeit auslösen – besonders, wenn diese auf nüchternen Magen getrunken werden. Verantwortlich dafür sollen hauptsächlich die enthaltenen Bitterstoffe (Tannine) sein.
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Verminderte Eisenaufnahme: Grüner und schwarzer Tee können eventuell die Eisenaufnahme vermindern. Dieser Effekt soll durch die im Tee enthaltenen Gerbstoffe verursacht werden. Wie stark und nachhaltig die Aufnahme von Eisen durch Tee gemindert wird, ist jedoch umstritten. Nehmen Sie Eisenpräparate ein, sollten Sie sicherheitshalber mindestens 2 Stunden Abstand zwischen Einnahme und Teekonsum einhalten.10
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Wechselwirkungen mit Medikamenten: Die in echtem Tee enthaltenen Gerbstoffe können die Aufnahme bzw. Wirksamkeit von Medikamenten wie Antidepressiva und Neuroleptika mitunter mindern.11 Lassen Sie sich zu dieser Thematik bei Bedarf von einem Arzt beraten und lesen Sie die Beipackzettel aufmerksam!
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Aluminium: Bei einem hohen Konsum von Tee kann es zu einer verstärkten Aufnahme von Aluminium über den empfohlenen Grenzwerten kommen. Problematisch ist dies vor allem für Personen mit Nierenschwäche.1
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Schadstoffe/Pestizide: Vor allem konventionell erzeugte Tees können mit Pestizidrückständen belastet sein. Mineralölbestandteile und Pyrrolizidinalkaloide (PA) sind weitere mögliche problematische Stoffe in Tee.1 Bei letzteren handelt es sich um natürliche Pflanzengifte, die bei mangelnder Sorgfalt während der Teeernte mitunter als Beikräuter in den Tee gelangen. Pyrrolizidinalkaloide können die Leber schädigen und gelten bei einer langfristig erhöhten Aufnahme sogar als krebserregend.
Weitere Informationen zu Pestiziden in Lebensmitteln erhalten Sie in unserem Ratgeber „Pestizide in Lebensmitteln: Wie hoch sind Belastung und Gesundheitsrisiken? Wie lässt sich die Aufnahme reduzieren?”
Ziehzeit grüner und schwarzer Tee – Einfluss auf die Wirkung
Die Ziehzeit beeinflusst, wie viel Koffein und wie viele Gerbstoffe (Tannine) aus grünem und schwarzem Tee freigesetzt werden:
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Kurze Ziehzeit: Bei kurzen Ziehzeiten von 1 bis 2 Minuten (grüner Tee) bzw. 2 bis 3 Minuten (schwarzer Tee) löst sich primär das Koffein aus dem Tee. Dadurch hat der Tee eine verstärkt anregende Wirkung und schmeckt kaum bitter (es werden weniger bittere Gerbstoffe gelöst).
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Längere Ziehzeit: Bei längeren Ziehzeiten werden mehr Gerbstoffe freigesetzt. Diese binden das Koffein teilweise und mindern seine anregende Wirkung. So kann vor allem grüner Tee dann sogar beruhigend bzw. entspannend wirken (verstärkter Einfluss der Aminosäure L-Theanin). Allerdings führt eine verstärkte Freisetzung von Gerbstoffen auch oft zu einem deutlich „stärker” bzw. bitterer schmeckenden Tee.
Wie Sie Tee perfekt zubereiten, erfahren Sie in unserem Ratgeber.
Wie hoch ist der Koffeingehalt von grünem und schwarzem Tee? Wie viele Tassen der Tees sollte man trinken?
Grüner Tee enthält durchschnittlich 20 bis 40 mg Koffein pro Tasse, schwarzer Tee 40 bis 70 mg. Für gesundheitliche Vorteile werden ca. 2 Tassen grüner Tee täglich empfohlen, bei schwarzem Tee 3 bis 4 Tassen. Bis zu 400 mg Koffein über den Tag verteilt gelten für gesunde Erwachsene (Schwangere und Stillende maximal 200 mg) als unbedenklich.12 Nebenwirkungen wie Schlafstörungen, Nervosität oder Magenprobleme können vor allem bei übermäßigem Teekonsum (mehr als 4 bis 6 Tassen täglich) auftreten.
Was ist weißer Tee?
Weißer Tee wird wie grüner und schwarzer Tee aus der Teepflanze Camellia sinensis hergestellt. Im Unterschied zu den beiden Teeklassikern enthält weißer Tee jedoch keine ausgewachsenen Teeblätter, sondern besteht aus jungen Knospen und jungen Blättern der Teepflanze. Weißer Tee wird bei der Verarbeitung nur leicht angewelkt und getrocknet. Dadurch hat der Tee einen milderen Geschmack als zum Beispiel grüner Tee. Die helle Farbe der Teespezialität resultiert aus dem schonenden Produktionsprozess und dem weißen Flaum auf den jungen Blättern und Knospen. Der Koffeingehalt von weißem Tee kann sehr stark schwanken. Er enthält daher nicht grundsätzlich mehr oder weniger Koffein als grüner oder schwarzer Tee.
Wirkung von Matcha-Tee: konzentrierter grüner Tee
Bei Matcha-Tee (oft auch einfach „Matcha” genannt) handelt es sich um einen speziellen, zu feinem Pulver gemahlenen Grüntee. Vor der Ernte werden die für die Herstellung von Matcha-Tee vorgesehenen Teeblätter etwa 2 bis 4 Wochen beschattet. Dadurch entstehen Blätter mit einer besonders intensiven dunkelgrünen Farbe. Weiterhin weist Matcha unter anderem die folgenden Besonderheiten auf:13, 14
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Höherer Koffeingehalt als normaler grüner Tee (ca. 60 bis 110 mg Koffein pro Tasse)
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Die gesamten gemahlenen Blätter werden mitgetrunken
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Oft deutlich höherer Gehalt an Catechinen wie EGCG als grüner Tee – daher Matcha-Tee nur in Maßen (1 bis 2 Tassen täglich) trinken
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Kann Aluminium und Blei enthalten – daher nur in Maßen konsumieren
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Der Aluminiumgehalt von Matcha ist teilweise deutlich höher als in grünem Tee
Kräuter- und Früchtetees: Wirkungen im Überblick
Vielen Kräuter- und Früchtetees werden auch bestimmte gesundheitliche Wirkungen zugesprochen. Diese sind jedoch oft weniger wissenschaftlich belegt bzw. untersucht als bei grünem oder schwarzem Tee. Teilweise basieren die gesundheitsbezogenen Aussagen und Anwendungsgebiete nur auf volksmedizinischer Überlieferung und Untersuchungen mit isolierten Kräuterkonzentraten. Vor diesem Hintergrund sollten die nachfolgend in der Tabelle gelisteten bzw. beschriebenen „Wirkungen” immer gesehen werden:
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Tee/Teesorte |
Mögliche positive Wirkungen |
Hinweise, mögliche Nachteile und Nebenwirkungen |
|---|---|---|
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Pfefferminztee |
Wirkung von Pfefferminztee bei Blähungen und Krämpfen im Verdauungsbereich (auch der Gallenblase) ist zumindest volksmedizinisch überliefert, viele Studien zur Wirkung von Pfefferminze wurden allerdings mit konzentriertem Öl gemacht |
kann bei empfindlichem Magen reizend wirken |
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Kamillentee |
Wirkung von Kamillentee bei Entzündungen relativ gut belegt, krampflösend, beruhigend für Magen und Darm15 |
allergische Reaktionen möglich |
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Hibiskustee |
unterstützt Herz-Kreislauf-Gesundheit (Wirkung von Hibiskustee möglicherweise auch blutdrucksenkend16), Unterstützung von Leber und Immunsystem |
seltene allergische Reaktionen möglich, Vorsicht bei niedrigem Blutdruck, selten Verstopfung oder Blähungen |
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Hagebuttentee |
reich an Vitamin C, unterstützt das Immunsystem, harntreibend17 |
hoher Säuregehalt kann bei empfindlichen Personen z. B. Magen-Darm-Beschwerden verursachen, erhöhte histaminausschüttende Wirkung von Hagebuttentee möglich |
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Matetee |
anregende und harntreibende Wirkung von Matetee durch enthaltenes Koffein |
hoher Koffeingehalt kann Schlafprobleme verursachen, teilweise hoch mit Anthrachinonen (krebserregend) belastet18 |
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Anis-Kümmel-Fenchel-Tee |
häufig empfohlen bei Verdauungsproblemen, Krämpfen und Blähungen |
allergene Wirkung von Anis-Kümmel-Fenchel-Tee möglich, nicht für Kinder unter 4 Jahren Schwangere und Stillende wegen Inhaltsstoff Estragol geeignet19 |
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Melissentee |
beruhigend, stressreduzierend, hilfreich bei nervöser Unruhe |
Müdigkeit, Kopf- und Magenschmerzen, Schwindel20 |
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Thymiantee |
antioxidativ, entzündungshemmend, krampflösend, schleimlösend |
stark konzentrierte Tees können den Magen reizen, allergische Wirkung von Thymiantee wie Luftnot in sehr seltenen Fällen möglich21 |
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Rooibos-Tee |
koffeinfrei, krampflösend, entzündungshemmend, antioxidativ, beruhigend, stimmungsaufhellende Wirkung von Rooibos-Tee ist möglich |
relativ häufig mit Pyrrolizidinalkaloiden (Pflanzengiften) aus Beikräutern belastet22 |
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Cistus-Tee, Zistrose-Tee |
antiviral, antientzündlich, antioxidativ und adstringierend (zusammenziehendes Gefühl) |
Schwindel, Übelkeit und Magenbeschwerden möglich23 |
Wasserhärte kann Teegeschmack negativ beeinflussen
Eine „zu hohe” Wasserhärte kann den Geschmack von Tee negativ beeinflussen. Außerdem entsteht bei hoher Wasserhärte oft eine unästhetische Teehaut.
Die vorliegende Wasserhärte wird bei zentraler Wasserversorgung vom Ihrem zuständigen Wasserversorger kommuniziert(z. B. Internetauftritt, Hotline). Betreiber eigener Brunnen können die Wasserhärte mit unserem Brunnenwassertest Chemisch bestimmen lassen. Der Parameter „Wasserhärte” ist jedoch unter anderem auch Bestandteil unseres Wassertests Komplett. Dieser gibt Ihnen zusätzlich Auskunft darüber, ob Ihr Trinkwasser zum Beispiel mit Schwermetallen wie Blei und Kupfer oder Keimen belastet ist.
Die Probenentnahme für unsere Wassertests können Sie mit Hilfe der beiliegenden, leicht verständlichen Anleitung einfach selbst vornehmen. Anschließend senden Sie die Probe per Post an unser spezialisiertes Partnerlabor. Nach kurzer Zeit steht das Testergebnisfür Sie über Ihren persönlichen Bereich des Online-Portals MyChecknatura zum Abruf bereit.
Weitere Informationen zur Wasserhärte erhalten Sie in unseren Ratgebern:
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Wirkungen von Tee – FAQs
Warum ist die Ziehzeit bei Tee so wichtig?
Die Ziehzeit beeinflusst sowohl Geschmack als auch die Wirkung von Tees oft erheblich. Bei schwarzem Tee führt eine kurze Ziehzeit von 2 bis 3 Minuten zu einer eher anregenden Wirkung, während bei längerer Ziehzeit von mehr als 4 Minuten verstärkt Gerbstoffe in den Tee übergehen, die das Koffein binden und die anregende Wirkung abschwächen. Bei grünem Tee wird eine anregende Wirkung bei Ziehzeiten von 1 bis 2 Minuten erzielt. Längere Ziehzeiten können zu einer eher beruhigenden Wirkung führen. Allerdings schmeckt grüner Tee mit ansteigender Ziehzeit oft verstärkt bitter. Lange Ziehzeiten führen bei echten Tees teilweise auch zu einer schlechteren Bekömmlichkeit, während Sie bei Kräutertees oft erst zu einem relevanten Anteil von Wirkstoffen im Tee führen (Zubereitungsanleitungen beachten!).
Welche Teesorten sind besonders gut für das Herz und wirken entzündungshemmend?
Grüner Tee gilt als besonders förderlich für das Herz, da seine Antioxidantien wie zum Beispiel das Catechin EGCG die Gefäße positiv beeinflussen und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken können. Die Inhaltsstoffe des Tees wirken zudem entzündungshemmend. Schwarzer Tee zeigt ähnliche, wenn auch oft etwas schwächere, kardiovaskuläre Effekte.
Welche Tees wirken beruhigend?
Eine beruhigende Wirkung haben unter anderem Melissentee, Rooibostee sowie Hopfen- und Baldriantee (Baldrianwurzel).
Haftungsausschluss
Alle medizinischen und gesundheitlich relevanten Informationen in diesem Artikel wurden sorgfältig von uns aus den genannten Quellen zusammengetragen. Für die Richtigkeit, Aktualität und Vollständigkeit der Informationen können wir jedoch nicht garantieren. Wenden Sie sich bei Beschwerden nach dem Konsum von Tee bzw. Koffein oder zur Abklärung des Teekonsums bei Vorerkrankungen stets an einen Facharzt.
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