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Regelmäßige Trinkwasseruntersuchungen

Bitte beachten Sie!

Die jährliche Trinkwasseruntersuchung ist eine Mindestanforderung an die
Untersuchungshäufigkeit.

Lassen Sie Ihr Trinkwasser z.B. auch nach Starkregenereignissen oder Baumaßnahmen prüfen. So erkennen Sie Probleme in der Trinkwasserversorgung rechtzeitig und können Maßnahmen einleiten.

Weitere Informationen zu wichtigen Messgrößen finden Sie im Artikel Relevante Parameter.

Führen eines Betriebsbuchs für Trinkwasseranlagen

Zur Einhaltung gesetzlicher und technischer Anforderungen sind leistungsfähige, den örtlichen Gegebenheiten angepasste Anlagen notwendig.

Der Betreiber muss ein Betriebsbuch führen, das ordnungsgemäße Planung, Bau, Betrieb und Instandhaltung der Wasserversorgungsanlagen nachweist. Darin sind bauliche Änderungen und Nutzungsänderungen zu dokumentieren.

Das Betriebsbuch muss folgende Angaben enthalten:

Planung und Bau:

  • Betreiber, Planer, ausführende Firmen
  • Schriftverkehr mit Behörden
  • Standortbeschreibung (Geographie/Hydrogeologie)
  • Umgebung der Wassergewinnung (potenzielle Kontaminationsquellen)
  • Brunnendaten nach DIN 4943
  • Schutzmaßnahmen der Wasserfassung und wasserführenden Schichte

Betrieb:

  • Nutzung des Wassers (Trink- und Nichttrinkwasser)
  • Aufbereitung und verwendete Stoffe
  • Betriebsstörungen und Instandhaltungsmaßnahmen

Überwachung:

  • Bescheide des Gesundheitsamts
  • Untersuchungsergebnisse
  • Ergebnisse von Ortsbesichtigungen2
Person schreibt in ein Betriebsbuch.

Checknatura – Betriebsbuch für Eigenwasserversorger

Wir haben für Sie eine Vorlage eines Betriebsbuches erstellt, die Sie direkt ausdrucken und nutzen können. Dieses Betriebsbuch wurde speziell erstellt, um Ihnen zu helfen, die Anforderungen einer kontinuierlichen und ordnungsgemäßen Dokumentation zu erfüllen. Es bietet Ihnen eine strukturierte Möglichkeit, alle relevanten Informationen übersichtlich festzuhalten und so den gesetzlichen oder betrieblichen Vorgaben gerecht zu werden.

In Ihrem Kundenkonto unter dem Reiter Exklusive Inhalte steht das Betriebsbuch für Sie bereit. Öffnen Sie einfach die hinterlegte PDF-Datei und drucken Sie diese aus.

Voraussetzung:
Die Nutzung der Betriebsbuch-Vorlage ist exklusiv unseren Kunden vorbehalten. Sie steht Ihnen zur Verfügung, wenn Sie bei Checknatura innerhalb der letzten 12 Monate eine Brunnenanalyse erworben haben.

Überwachung der Wasserfassung – Quellen

Vierteljährlich sind folgende Kontrollen durchzuführen:

  • Fassungsbereich und näherer Einzugsbereich: Überprüfung auf auffällige Veränderungen, wie z. B. Straßenabläufe, dezentrale Abwasserbehandlungen, intensive landwirtschaftliche Nutzung, Abfallablagerungen, Wildtierbestand oder Bautätigkeit.
    Hinweis: Auch wenn diese Veränderungen die Wasserqualität nicht sofort messbar beeinflussen, gelten sie als potenzielle Störungen.
  • Gelände: Kontrolle auf auffällige Veränderungen, wie Wasseraustritte neben den Fassungen oder unzulässig hochgestaute Quellwasserspiegel (mögliche Ursachen: Verwurzelungen, Einbrüche in die Fassung oder verstopfte Einlaufseiher).
  • Einstiegsdeckel und Türen: Überprüfung auf Dichtheit, sicheren Verschluss und Funktionsfähigkeit.
  • Lüftungsöffnungen: Kontrolle auf Funktionsfähigkeit und Unversehrtheit der Schutz- und Insektengitter.
  • Schieber und Froschklappen: Überprüfung auf Funktionsfähigkeit (Schutz gegen das Eindringen von Kleintieren).
  • Sammelschächte: Kontrolle auf Ablagerungen (z. B. Sand oder Schlamm), die auf das Eindringen von Oberflächenwasser in die Quellfassung hinweisen.
  • Entleerungs- und Überlaufleitungen sowie Ablaufgräben: Überprüfung auf Verstopfungen durch Ablagerungen oder Verwurzelungen, sowie auf die Betriebsbereitschaft von Pumpen, falls erforderlich.
  • Baulicher Zustand der Anlage: Kontrolle des baulichen Zustands sowie des Zustands der Anstriche von Rohren, Leitern, Einstiegsdeckeln, Türen usw. auf erforderliche Instandhaltungsarbeiten.3

Typische Mängel an Quellfassungen mit Abbildungen finden Sie im Artikel Tipps zur Verbesserung der Wasserqualität und Vermeidung von Kontaminationen

Überwachung der Wasserfassung – Brunnen

KI-generierte 3-D Darstellung eines Schachtbrunnens.

Vierteljährlich sind folgende Kontrollen durchzuführen:

  • Fassungsbereich und näherer Einzugsbereich
  • Gelände: Überprüfung auf auffällige Veränderungen, insbesondere Setzungen in unmittelbarer Brunnennähe, die auf Einbrüche oder Beschädigungen, wie das Absacken von Filterkies, hindeuten könnten.
  • Brunnenköpfe: Kontrolle auf dichten Abschluss.
  • Einstiegsdeckel und Türen: Überprüfung auf Dichtheit, sicheren Verschluss und Funktionsfähigkeit.
  • Lüftungsöffnungen: Kontrolle auf Funktionsfähigkeit und Unversehrtheit der Schutz- und Insektengitter.
  • Saug- und Druckleitungen in Brunnenschächten: Überprüfung auf Dichtheit.
  • Entwässerung der Schächte: Kontrolle der Funktionsfähigkeit, ob durch natürlichen Abfluss oder Pumpen.
  • Baulicher Zustand der Anlage und Anstriche4

Typische Mängel an Brunnen mit Abbildungen finden Sie im Artikel Tipps zur Verbesserung der Wasserqualität und Vermeidung von Kontaminationen

Kontrolle und Wartung der Wasseraufbereitungsanlagen

Aufbereitungsverfahren Kontrollen Besonderheiten
pH-Wert-Anhebung (z. B. mit Calciumcarbonat) - Filterwiderstand prüfen - wöchentlich
- Materialverbrauch und Füllhöhe prüfen - monatlich
- Lüftungsöffnungen und Insektengitter prüfen - monatlich
- pH-Wert-Kontrolle - monatlich
Filterspülwasser darf mit häuslichem Abwasser entsorgt werden.
Enteisenung und Entmanganung - Luftzufuhr und Rückführung des belüfteten Wassers kontrollieren - wöchentlich
- Lüftungsöffnungen und Insektengitter prüfen - monatlich
- Eisen- und Mangangehalt überprüfen - monatlich
Filterspülwasser darf mit häuslichem Abwasser entsorgt werden. Bei Ausfall muss mit Trübung gerechnet werden.
Entfernung von Calcium und Magnesium (Teilenthärtung) - Natriumchlorid-Vorrat prüfen - monatlich
- Teilenthärtungsleistung und Natriumgehalt kontrollieren - halbjährlich
- Mikrobiologische Prüfungen durchführen – bei Bedarf
Regenerationswasser darf mit häuslichem Abwasser entsorgt werden. Bei Ausfall darf die Wasserversorgung weitergeführt werden.
Entfernung von Nitrat (Anionenaustauscher) - Salzvorrat prüfen - monatlich
- Mischung von behandeltem und unbehandeltem Wasser kontrollieren - monatlich
- Mikrobiologische Prüfungen durchführen – bei Bedarf
Regenerate dürfen mit häuslichem Abwasser entsorgt werden. Zusätzliche Nitrat-Messungen mit dem Gesundheitsamt erforderlich.
Entfernung von adsorbierbaren organischen Spurenstoffen (Aktivkohlefilter) - Aktivkohle überwachen und rechtzeitig austauschen – nach Bedarf
- Aufbereitungserfolg prüfen - jährlich
Schadstoffkonzentrationen müssen gesundheitsunschädlich sein. Aktivkohlefilter müssen regelmäßig gewechselt werden.
Entfernung von Schwermetallen/Arsen - Betriebszustand nach Herstellerangaben überwachen – bei Bedarf Bei Ausfall der Anlage muss Schwermetall- bzw. Arsengehalt gesundheitlich unbedenklich bleiben.
Aufbereitung bei mikrobiellen Belastungen - Chlorkonzentration prüfen - täglich
- UV-Desinfektionseinrichtungen kontrollieren - jährlich
- Abschaltungseinrichtungen prüfen - jährlich
Bei mikrobieller Belastung muss Wasser bis zur Entscheidung des Gesundheitsamts abgekocht werden.5

Weitere Hinweise zu den verschiedenen Aufbereitungsverfahren erhalten Sie in den Artikeln Aufbereitungsverfahren für Eigenwasserversorger und Bewertung der Aufbereitungsverfahren.

pH-Wert-Anhebung (z. B. mit Calciumcarbonat)
  • - Filterwiderstand prüfen - wöchentlich
  • - Materialverbrauch und Füllhöhe prüfen - monatlich
  • - Lüftungsöffnungen und Insektengitter prüfen - monatlich
  • - pH-Wert-Kontrolle - monatlich

Besonderheiten: Filterspülwasser darf mit häuslichem Abwasser entsorgt werden.

Enteisenung und Entmanganung
  • - Luftzufuhr und Rückführung des belüfteten Wassers kontrollieren - wöchentlich
  • - Lüftungsöffnungen und Insektengitter prüfen - monatlich
  • - Eisen- und Mangangehalt überprüfen - monatlich

Besonderheiten: Filterspülwasser darf mit häuslichem Abwasser entsorgt werden. Bei Ausfall muss mit Trübung gerechnet werden.

Entfernung von Calcium und Magnesium (Teilenthärtung)
  • - Natriumchlorid-Vorrat prüfen - monatlich
  • - Teilenthärtungsleistung und Natriumgehalt kontrollieren - halbjährlich
  • - Mikrobiologische Prüfungen durchführen – bei Bedarf

Besonderheiten: Regenerationswasser darf mit häuslichem Abwasser entsorgt werden. Bei Ausfall darf die Wasserversorgung weitergeführt werden.

Entfernung von Nitrat (Anionenaustauscher)
  • - Salzvorrat prüfen - monatlich
  • - Mischung von behandeltem und unbehandeltem Wasser kontrollieren - monatlich
  • - Mikrobiologische Prüfungen durchführen – bei Bedarf

Besonderheiten: Regenerate dürfen mit häuslichem Abwasser entsorgt werden. Zusätzliche Nitrat-Messungen mit dem Gesundheitsamt erforderlich.

Entfernung von adsorbierbaren organischen Spurenstoffen (Aktivkohlefilter)
  • - Aktivkohle überwachen und rechtzeitig austauschen – nach Bedarf
  • - Aufbereitungserfolg prüfen - jährlich

Besonderheiten: Schadstoffkonzentrationen müssen gesundheitsunschädlich sein. Aktivkohlefilter müssen regelmäßig gewechselt werden.

Entfernung von Schwermetallen/Arsen
  • - Betriebszustand nach Herstellerangaben überwachen – bei Bedarf

Besonderheiten: Bei Ausfall der Anlage muss Schwermetall- bzw. Arsengehalt gesundheitlich unbedenklich bleiben.

Aufbereitung bei mikrobiellen Belastungen
  • - Chlorkonzentration prüfen - täglich
  • - UV-Desinfektionseinrichtungen kontrollieren - jährlich
  • - Abschaltungseinrichtungen prüfen - jährlich

Besonderheiten: Bei mikrobieller Belastung muss Wasser bis zur Entscheidung des Gesundheitsamts abgekocht werden.5

Weitere Hinweise zu den verschiedenen Aufbereitungsverfahren erhalten Sie in den Artikeln Aufbereitungsverfahren für Eigenwasserversorger und Bewertung der Aufbereitungsverfahren.

Kontrolle der Wasserspeicher

Jährlich sind folgende Kontrollen durchzuführen:

  • Behälter: Überprüfung auf Verunreinigungen, die entfernt werden müssen, sowie auf Feststellung der Ursache.
  • Behälter: Kontrolle auf Undichtigkeiten, besonders an der Decke (z. B. Eintritt von Regenwasser, Wurzeln), und Beseitigung dieser Mängel.

  • Einstiegs- und Belüftungseinrichtungen, Klappen, Entleerungs- und Überlaufleitungen: Überprüfung auf Funktionsfähigkeit und Sicherheit.

Zusätzlich müssen begehbare Wasserspeicher mindestens alle drei Jahre gereinigt und vor der Wiederbefüllung desinfiziert werden.6

Kontrolle der Wasserverteilungsanlagen

Jährlich sind folgende Kontrollen durchzuführen:

  • Leitungsführung: Überprüfung auf mögliche Beschädigungen und Leckagen.
  • Armaturen: Kontrolle der Funktionsfähigkeit.
  • Kennzeichnung: Überprüfung der Kennzeichnungen von Leitungen und Armaturen für Nichttrinkwasser.
  • Übergabestellen: Sicherstellen eines freien Auslaufs, um eine direkte Verbindung mit anderen Wassersystemen auszuschließen.7

Wie kann ich eine Wasserprobe im Labor beauftragen?

Verweise

1Vgl.: Bundesministerium für Gesundheit: Trinkwasserverordnung vom 20. Juni 2023, https://www.gesetze-im-internet.de/trinkwv_2023/TrinkwV.pdf [Stand: 20.02.2025].

2Vgl.: DIN: DIN 2001-1 Trinkwasserversorgung aus Kleinanlagen und nicht ortsfesten Anlagen – Teil 1: Kleinanlagen – Leitsätze für Anforderungen an Trinkwasser, Planung, Bau, Betrieb und Instandhaltung der Anlagen, 2007.

3Vgl.: DVGW: Arbeitsblatt W 127 Quellwassergewinnungsanlagen – Planung, Bau, Betrieb, Sanierung und Rückbau, 2006.

4Vgl.: DVGW: Arbeitsblatt W 125 Brunnenbewirtschaftung – Betriebsführung von Wasserfassungen, 2004.

5Vgl.: DIN: DIN 2001-1 Trinkwasserversorgung aus Kleinanlagen und nicht ortsfesten Anlagen – Teil 1: Kleinanlagen – Leitsätze für Anforderungen an Trinkwasser, Planung, Bau, Betrieb und Instandhaltung der Anlagen, 2007.

6Vgl.: DIN: DIN 2001-1 Trinkwasserversorgung aus Kleinanlagen und nicht ortsfesten Anlagen – Teil 1: Kleinanlagen – Leitsätze für Anforderungen an Trinkwasser, Planung, Bau, Betrieb und Instandhaltung der Anlagen, 2007.

7Vgl.: DIN: DIN 2001-1 Trinkwasserversorgung aus Kleinanlagen und nicht ortsfesten Anlagen – Teil 1: Kleinanlagen – Leitsätze für Anforderungen an Trinkwasser, Planung, Bau, Betrieb und Instandhaltung der Anlagen, 2007.