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Auch im Alltag zeigten sich deutliche Auffälligkeiten:

  • Beim Satteln scharrte er mit dem Huf
  • Er knirschte mit den Zähnen – teilweise schon beim Satteln, spätestens jedoch unter dem Reiter
  • Er ging massiv gegen die Hand, der Hals fühlte sich an wie ein Brett
  • Er wirkte schwerfällig und komplett fest im Körper
  • Ein Vorwärts-Abwärts war praktisch nicht möglich – egal mit welcher Herangehensweise

Der Sattler hingegen war sich sicher:
👉 „Der Sattel passt.“

Doch das Verhalten des Pferdes sprach eine andere Sprache. Zwischenzeitlich war der Wallach kaum noch reitbar – ein Angaloppieren unter dem Reiter war nicht mehr möglich, während es an der Longe problemlos funktionierte.

Zitat: "Ich hatte irgendwann das Gefühl, mein Pferd will nicht schwierig sein. Es versucht mir nur zu zeigen, dass etwas nicht stimmt."
Pferdebesitzerin zeigt die Ergebnisse einer Satteldruckmessung auf dem Tablet neben ihrem gesattelten Wallach.

Die Wende durch die Satteldruckmessung

Bei der ersten Satteldruckmessung zeigte sich ein klares Bild:

👉 Die Druckverteilung war massiv gestört
👉 Der Sattel verursachte erhebliche Druckspitzen
👉 Für ein ohnehin sensibles Pferd im Rücken war die Belastung deutlich zu hoch

Was zuvor als „so ist er halt“ abgetan wurde, hatte eine klare Ursache:
👉 Das Pferd hatte Schmerzen.

Erste Verbesserungen und Anpassung des Sattels

Bis zum nächsten Sattlertermin wurde zunächst mit Korrekturpads gearbeitet.
Bereits hier konnten durch erneute Messungen erste Verbesserungen in der Druckverteilung erzielt werden.

Beim darauffolgenden Termin setzte sich die Besitzerin konsequent dafür ein, den Sattel anzupassen:

  • Entlastung im Widerristbereich
  • Verbreiterung des Wirbelkanals

Auch wenn der Sattler zunächst skeptisch war, wurden die Änderungen umgesetzt.

Sattler überprüft und bearbeitet den Sattel eines braunen Wallachs, während die Besitzerin danebensteht.
Freizeitreiterin führt ihren entspannten braunen Wallach vom Stall in Richtung Außenplatz.

Die Entwicklung

Nach der Anpassung zeigte sich Schritt für Schritt eine deutliche Veränderung:

  • Das Pferd wurde ruhiger und berechenbarer
  • Es begann, den Hals wieder fallen zu lassen
  • Ein echtes Vorwärts-Abwärts entwickelte sich
  • Der Rücken schwang wieder, die Bewegungen wurden locker und elastisch
  • Das Zähneknirschen nahm deutlich ab
  • Das Angaloppieren wurde wieder möglich – und zunehmend gerne gezeigt

Aus einem explosiven, schwer reitbaren Pferd wurde nach und nach wieder ein motiviertes Reitpferd.

Heute zeigt der Wallach wieder seine eigentliche Qualität:
👉 Ausdrucksstarke, lockere Bewegungen und eine deutlich bessere Rittigkeit.

Mittlerweile arbeitet er an seinen ersten einfachen Galoppwechseln und wird voraussichtlich bald in A- und L-Dressuren vorgestellt.

Fazit

Der Sattel ist auch jetzt noch nicht perfekt – aber der Unterschied ist enorm.

👉 Eine gezielte Anpassung auf Basis objektiver Messdaten hat bereits entscheidend zur Verbesserung beigetragen.

Und genau das ist der entscheidende Punkt:

Nicht Perfektion auf Anhieb – sondern gezielte, nachvollziehbare Optimierung.

Für dieses Pferd bedeutete das:

👉 weniger Stress, weniger Schmerzen – und wieder Freude an der Arbeit.