Wie erkennt man Asbest?

Vor einer Asbestsanierung sollte selbstverständlich feststehen, ob eine Belastung durch Asbest auch wirklich vorliegt.

Ob sich Asbestfasern in einem bestimmten Material befinden, können Sie mithilfe einer Asbestuntersuchung ermitteln. Hierzu wird eine Probe des verdächtigen Materials in ein Labor zur Auswertung geschickt. Hierfür können Sie entweder eine Firma mit der Durchführung eines Asbesttests beauftragen, oder als Analyse zur Eigenkontrolle selbst eine Probe an ein Testlabor schicken.

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Hinweis: Achten Sie immer auf Ihren Eigenschutz. Entfernen Sie verdächtiges Material nicht ohne spezifische Anleitung und Schutzvorkehrungen.

Ist ein Asbestnachweis erbracht worden, sollten Sie sich zu möglichen Sanierungsschritten beraten lassen. Je nachdem, ob fest gebundener oder schwach gebundener Asbest vorgefunden wurde, muss nicht in jedem Fall eine Sanierung vorgenommen werden. Dies hängt auch mit der Höhe der Konzentration von Asbestfasern im betroffenen Material und ggf. in der Raumluft zusammen.

Lassen Sie sich hierzu und zu möglichen Renovierungsarbeiten am besten von einer sachkundigen Person vor Ort beraten.

Wer saniert Asbest?

Eine Asbestsanierung sollten Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit unbedingt Profis überlassen. Firmen benötigen zur Asbestsanierung einen Sachkundenachweis, da sie nach den technischen Regeln für Gefahrstoffe arbeiten müssen (TRGS 519 Asbest: Abbruch-, Sanierungs- oder Instandhaltungsarbeiten). Die TRGS 519 regeln unter anderem den Schutz der Beschäftigten im Umgang mit asbesthaltigen Materialien bei den Sanierungsarbeiten, z.B. in Hinblick auf die Menge der Faserkonzentrationen, denen die arbeitenden Personen ausgesetzt sind. Informieren Sie sich am besten vorab, ob ein entsprechender Nachweis vorliegt. Dieser muss auch vorhanden sein, wenn Sie eine professionelle Asbestentsorgung wünschen.

Wie teuer ist eine Asbestsanierung?

Wie viel Sie für die Entfernung und Entsorgung von Asbest bezahlen hängt von einigen Faktoren ab:

 Wo muss überall Asbest entfernt werden?
 Wie groß ist die Fläche, die saniert werden muss?
 Welche Materialien sind betroffen?
 Welche Kosten fallen für Materialien, Arbeitszeit und eventuelle Entsorgung an?

Asbest entsorgen – das muss beachtet werden

Die Asbestentsorgung unterliegt strengen Regelungen, sodass die entfernten Materialien nicht weiter potenziell Menschen gefährden können. Deshalb ist unter anderem die Verwendung von Spezialsäcken oder die zusätzliche Verfestigung mit einem Faserbindemittel vorgeschrieben. Größere Mengen asbesthaltigen Materials müssen außerdem bei Deponien abgegeben werden. Dies muss gemeldet und mit einem Entsorgungsnachweis dokumentiert werden.

Es lohnt sich, hierfür bei der Firma anzufragen, die Ihre Asbestsanierung übernimmt. Viele Firmen bieten gleichzeitig auch die fachgerechte Entsorgung des betroffenen Materials an, sodass Sie sich um nichts mehr kümmern müssen.