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Durchfall durch Leitungswasser: Keime als Hauptursache

Die häufigste Ursache für Durchfall durch Leitungswasser sind mikrobiologische Verunreinigungen, insbesondere Trinkwasser Bakterien, Viren und Parasiten im Wasser. Diese Bakterien können über verunreinigtes Wasser aufgenommen werden und im Magen-Darm-Trakt Infektionen auslösen.2

Zu den häufig untersuchten Parametern gehören:
  • Escherichia coli (E. coli)
  • Campylobacter
  • Salmonellen
  • Noroviren
  • Giardia
  • Cryptosporidium

Solche Mikroorganismen gelangen meist über fäkale Einträge aus Abwasser, Landwirtschaft oder kontaminiertem Oberflächenwasser ins Leitungswasser. Auch technische Mängel wie undichte Leitungen oder hygienische Probleme im System können eine Rolle spielen.

E.coli und andere Coli-Bakterien gelten als Indikatororganismen für hygienische Auffälligkeiten. Ihr Nachweis bedeutet nicht automatisch eine akute Gesundheitsgefahr, weist jedoch darauf hin, dass die Wasserqualität überprüft werden sollte – etwa durch einen Wassertest.

Gelangen diese Keime in den Körper, können sie sich im Verdauungstrakt vermehren und Beschwerden verursachen. Typische Symptome sind Durchfall, Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen oder Fieber – abhängig von Keimmenge und individuellem Gesundheitszustand.

Was versteht man unter verunreinigtem Trinkwasser?

Als verunreinigt gilt Trinkwasser, wenn es Stoffe oder Mikroorganismen enthält, die in dieser Form oder Konzentration nicht enthalten sein sollten. Solche Veränderungen der Wasserqualität können – wenn auch selten – eine Ursache für Durchfall durch Leitungswasser sein.

Zur Bewertung werden unter anderem sogenannte Indikatorparameter herangezogen. Dabei handelt es sich um Messwerte, die nicht zwingend selbst gesundheitsschädlich sind, aber auf mögliche Probleme in der Wasserqualität hinweisen.

Typische Beispiele sind Coli-Bakterien und E. coli, die als wichtige Hinweise auf hygienische Auffälligkeiten im Leitungswasser gelten.

Risikogruppen: Wer reagiert besonders empfindlich?

Einige Personengruppen reagieren empfindlicher auf mögliche Keime oder Veränderungen im Wasser. Bei ihnen sollte Durchfall besonders ernst genommen und frühzeitig ärztlich abgeklärt werden.

Dazu zählen:

  • Säuglinge und Kleinkinder, da ihr Flüssigkeitshaushalt schnell aus dem Gleichgewicht geraten kann
  • ältere Menschen, bei denen das Risiko für Dehydration erhöht ist
  • Schwangere, bei denen Infektionen besondere Vorsicht erfordern
  • immungeschwächte Personen, etwa durch Erkrankungen oder Medikamente
  • Menschen mit chronischen Magen-Darm-Erkrankungen wie Reizdarm oder entzündlichen Darmerkrankungen

Wann ist ärztlicher Rat erforderlich?

In bestimmten Fällen sollte nicht abgewartet, sondern zeitnah ärztlich abgeklärt werden – insbesondere bei Risikogruppen.

Folgende Warnzeichen sprechen dafür, einen Arzt aufzusuchen:

  Blut im Stuhl
  hohes Fieber
  starke Bauchschmerzen
  Zeichen der Austrocknung, z. B. Schwindel, trockene Schleimhäute oder wenig Urin
  anhaltende Beschwerden über mehr als 2 bis 3 Tage
  Durchfall bei Säuglingen, älteren Menschen oder immungeschwächten Personen

Grundsätzlich gilt: Je ausgeprägter die Symptome und je empfindlicher die betroffene Person, desto früher sollte medizinischer Rat eingeholt werden.

Können auch Schwermetalle im Wasser die Ursache für Durchfall sein?

Neben Bakterien im Wasser können in seltenen Fällen auch Schwermetalle im Leitungswasser eine Ursache für Durchfall sein. Ein besonders relevantes Thema ist dabei Kupfer im Wasser, das beispielsweise aus Hausinstallationen ins Trinkwasser gelangen kann.

Studien zeigen, dass erhöhte Konzentrationen an Schwermetalle, wie beispielsweise Kupfer im Leitungswasser mit Durchfall in Zusammenhang stehen können. In einer großen Untersuchung mit über 1.300 Menschen trat Durchfall vor allem bei Konzentrationen von etwa 4 bis 6 mg/L im Trinkwasser auf. Werte bis etwa 2 mg/L entsprechen den geltenden Richtlinien der Trinkwasserverordnung und gelten als unbedenklich.3

Solche Belastungen der Wasserqualität treten im Trinkwasser nur selten auf und sind meist auf Probleme in der Hausinstallation zurückzuführen. In diesen Fällen kann eine Wasseranalyse helfen, mögliche Ursachen im Wasser zu erkennen.

Öffentliche Wasserversorgung vs. Hausinstallation

Bei der Ursachenbewertung ist es wichtig, zwischen der öffentlichen Wasserversorgung und der Hausinstallation zu unterscheiden.

Probleme beim Wasserversorger sind in Deutschland sehr selten und werden in der Regel schnell erkannt. In solchen Fällen informieren Behörden oder Versorger die Bevölkerung, etwa durch Abkochgebote oder offizielle Warnungen.

Deutlich häufiger liegen mögliche Ursachen innerhalb des Gebäudes. Dazu zählen:

  • alte oder beschädigte Leitungen
  • Stagnationswasser, etwa bei längerer Nichtnutzung
  • unzureichend gewartete Trinkwasseranlagen
  • defekte oder verkeimte Installationen

Daher gilt: Wenn Beschwerden auftreten, sollte nicht nur das Trinkwasser allgemein, sondern auch die eigene Hausinstallation als mögliche Ursache geprüft werden.

Verunreinigtes Leitungswasser getrunken und Durchfall – was tun?

Besteht der Verdacht, dass verunreinigtes Leitungswasser die Ursache für Durchfall ist, sollten zeitnah geeignete Maßnahmen ergriffen werden, um die Gesundheit zu stabilisieren und weitere Risiken zu vermeiden.4 Empfehlenswert sind insbesondere:

💡 Ausreichend Flüssigkeit aufnehmen

Durch Durchfälle verliert der Körper viel Wasser. Geeignet sind abgekochtes Leitungswasser, Tee oder andere gut verträgliche Getränke.

💡 Möglichst sichere Trinkwasserquelle nutzen

Besteht ein konkreter Verdacht auf verunreinigtes Leitungswasser (z. B. durch eine offizielle Warnung oder Auffälligkeiten), sollte vorübergehend nur abgekochtes Wasser oder abgepacktes Trinkwasser verwendet werden. Leitungswasser trinken sollte vermieden werden.

💡 Verlauf beobachten

Der Verlauf sollte aufmerksam beobachtet werden – insbesondere, ob er anhält, sich verstärkt oder erneut auftritt. Auch Veränderungen im Verlauf können Hinweise darauf geben, ob weiterer Handlungsbedarf besteht.

💡 Ärztliche Abklärung bei anhaltendem Durchfall

Halten die Beschwerden länger an oder nehmen sie zu, ist eine ärztliche Abklärung sinnvoll. So lässt sich klären, ob eine Infektion, andere Erkrankungen oder eine andere Ursache hinter den Symptomen steckt.

💡 Wasseranalyse in Betracht ziehen

Bei wiederholtem oder unklarem Durchfall nach dem Trinken des Wassers aus der Leitung kann ein Wassertest sinnvoll sein, um mögliche Belastungen zu erkennen und die Qualität des Wassers gezielt zu überprüfen. Durch einen Wassertest erhalten Sie ein übersichtliches Bild Ihrer Wasserqualität und können gezielt handeln.

Bewertung der Trinkwasserqualität bei Durchfall

In Deutschland unterliegt Trinkwasser strengen gesetzlichen Vorgaben. Insbesondere die Trinkwasserverordnung bildet den rechtlichen Rahmen für gesundes Leitungswasser. Sie liefert die Grundlage dafür, dass keine gesundheitliche Gefährdung durch Krankheitserreger besteht.

Regelmäßige Kontrollen umfassen unter anderem:

  • mikrobiologische Parameter (z. B. E. coli, Enterokokken)

  • chemische Parameter

  • Überwachung der Wasserversorger und Leitungsnetze

Wenn Durchfall wiederholt nach dem Trinken von Leitungswasser auftritt, kann ein gezielter Wassertest sinnvoll sein, um mögliche Belastungen auszuschließen.

Zur Überprüfung kann beispielsweise der Bakterien Wassertest ► Trinkwasser auf Bakterien prüfen lassen genutzt werden. Der Wassertest zur Eigenkontrolle hilft, mögliche Belastungen zu erkennen und die Qualität des eigenen Leitungswassers besser einzuschätzen. Jetzt Test durchführen und Gesundheitsgefahren ausschließen!

Fazit: Durchfall durch Leitungswasser

Durchfall durch Leitungswasser ist in Deutschland die Ausnahme. Die Trinkwasserqualität ist hoch und streng kontrolliert.

In den meisten Fällen liegen andere Ursachen wie Infektionen, Ernährung oder individuelle Empfindlichkeiten vor. Nur selten spielen Bakterien im Wasser oder Probleme in der Hausinstallation eine Rolle.

Bei wiederholten Beschwerden oder Warnzeichen sollte eine ärztliche Abklärung erfolgen. Ein Wassertest kann zusätzlich helfen, mögliche Belastungen auszuschließen.