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Luftanalyse Weichmacher

Produktinformationen "Luftanalyse Weichmacher"

Phthalate sicher nachweisen

Vorteile der Luftanalyse Weichmacher auf einen Blick

  • Einfache Selbstprobenahme ohne Vorkenntnisse mit Schritt-für-Schritt-Anleitung
  • Umfassende Analyse auf die wichtigsten 9 Weichmacher, inklusive DEHP, DINP und DIDP
  • Professionelle Auswertung in einem spezialisierten deutschen Labor
  • Verständlicher, individueller Ergebnisbericht inklusive grafischer Darstellung als Grundlage für gezielte Maßnahmen

Was beinhaltet das Analyse-Set?

Im Test-Kit ist alles enthalten, was Sie für die Probenahme benötigen:

  • Proberöhrchen für die Material- oder Staubprobe*

  • verständliche Schritt-für-Schritt-Anleitung

  • Probenbegleitschein

  • Service-Infokarte

Untersucht wird wahlweise eine Material- oder Staubprobe*.

Auf welche Weichmacher wird bei der Analyse geprüft?

Die Analyse deckt neun gängige Phthalate ab:

  • Benzylbutylphthalat (BBP)

  • Di-(2-ethylhexyl)phthalat (DEHP)

  • Di-iso-butylphthalat (DIBP)

  • Di-iso-nonylphthalat (DINP)

  • Di-iso-decylphthalat (DIDP)

  • Di-n-butylphthalat (DBP)

  • Di-n-octylphthalat (DNOP)

  • Diethylphthalat (DEP)

  • Dimethylphthalat (DMP)

Was sind Weichmacher und Phthalate?

Weichmacher sind chemische Substanzen, die Kunststoffen wie PVC beigemischt werden, damit diese elastisch bzw. „weich” werden.1

Die größte Stoffgruppe unter den Weichmachern sind Phthalate. Diese werden vor allem in PVC als Weichmacher eingesetzt, um den normalerweise spröden Kunststoff elastisch zu machen (Weich-PVC).2

Warum auf Weichmacher testen?

Weichmacher sind in Weich-PVC oft nicht fest gebunden und können mit der Zeit ausgasen oder als Staub in die Raumluft gelangen.2 Besonders erhöht sein kann die Belastung in Wohnräumen mit:

  • PVC-Böden

  • Vinyl-(PVC)-Tapeten und Vinylbelägen

  • Kunstledermöbeln

  • PVC-Duschvorhängen

  • bestimmten Kabelummantelungen, Farben, Fugenmassen, Klebstoffen etc.

  • Spielzeugen aus Weich-PVC (besondere Gefährdung von Kindern)

Weichmacher wie Phthalate zählen zu den Stoffen, die hormonähnlich wirken können. Einige gelten laut EU-Einstufung daher auch als fortpflanzungsgefährdend.2 Eine Weichmacheranalyse hilft, mögliche Belastungen mit Weichmachern im eigenen Zuhause nachzuweisen (Staubprobe*) oder die Quellen der Weichmacher sogar konkret zu identifizieren (Materialprobe*).

💡 Tipp:

Möchten Sie die Belastung mit Weichmachern deutlich reduzieren, sollten Sie phthalatfreie Produkte verwenden. Diese können zum Beispiel mit „phthalatfrei" gekennzeichnet sein. Auch die Liste der Inhaltsstoffliste (Ingredients/INCI) kann Hinweise auf Phthalate/Weichmacher bzw. deren Fehlen geben.

👉 Weitere Informationen zu Weichmachern und deren Gesundheitsrisiken erhalten Sie in unserem Ratgeber „Gesundheitsgefahr durch Weichmacher”.

Wann kann eine Untersuchung auf Weichmacher besonders sinnvoll sein?

Staub oder Material auf Weichmacher zu testen, kann unter anderem besonders sinnvoll sein:

  • Wenn im Haushalt Kinder oder Schwangere leben, da diese oft empfindlicher auf hormonell wirksame Stoffe reagieren. So können einige Phthalate unter anderem das Risiko für Frühgeburten erhöhen. Außerdem sind Kinder aufgrund ihres Verhaltens (z. B. Spielzeug in den Mund nehmen, spielen auf dem Boden) oft besonders durch Weichmacher gefährdet.2, 3 Deshalb kann auch ein Test von Staub oder Material aus dem Kinderzimmer angebracht sein.

  • Nach der Verlegung neuer PVC-Böden

  • Wenn wahrnehmbare Gerüche nach Kunststoff auftreten

  • Beim Einzug in eine renovierte Wohnung oder einen Neubau

  • Bei unklaren gesundheitlichen Beschwerden (z. B. Allergien, Hormonstörungen) ohne erkennbare andere Ursache

So funktioniert die Weichmacher Analyse

  1. Sie erhalten das Test-Kit nach der Bestellung postalisch.
  2. Die Probenahme führen Sie selbst durch – ganz ohne Vorkenntnisse, in wenigen Minuten.
  3. Sie senden die Probe im mitgelieferten Versandkarton an unser Partnerlabor.
  4. Dort wird sie aufbereitet, mit Lösungsmitteln extrahiert und mittels Gaschromatographie-Massenspektrometrie (GC-MS) präzise quantifiziert.
  5. Das Ergebnis erhalten Sie als verständlichen Bericht in Ihrem persönlichen Kundenportal MyChecknatura.

Welche Vorteile bietet unser präziser Test auf Weichmacher?

Die Untersuchung liefert nicht nur Messwerte, sondern ordnet diese auch verständlich ein:

  • Welche Weichmacher wurden gefunden?

  • Wie können sich diese auf die Gesundheit auswirken?

  • In welchen Produkten kommen die Weichmacher typischerweise vor?

  • Was können Sie gegen die Belastung mit Weichmachern tun?

So wird die Analyse zu einem wichtigen Hilfsmittel bei der Erreichung einer schadstoffärmeren Wohnumgebung.

🚨 Wichtig: Die Analyse einer Materialprobe gibt Aufschluss darüber, ob ein Material Phthalate enthält. Die Einschätzung Ihrer Messwerte erfolgt aufgrund fehlender Vergleichswerte anhand der Werte für Staubproben. Das Ergebnis Ihrer Materialprobe sagt indes nichts darüber aus, in welchem Maße sich Weichmacher in der Raumluft oder Ihrem Hausstaub befinden.

Eine Materialprobe sollten Sie vor allem dann nehmen, wenn Sie prüfen möchten, ob ein verdächtiges Material tatsächlich die Quelle austretender Phthalate ist.

Obgleich unsere Analysen auf Methoden wissenschaftlicher Standards beruhen, ist eine gerichtliche oder behördliche Verwendbarkeit der Analyseergebnisse unserer Erfahrung nach nur eingeschränkt möglich. Der Grund hierfür ist, dass die Probennahme durch Sie selbst und nicht durch eine unabhängige Person erfolgt. Sollten Sie eine Analyse mit garantierter gerichtlicher Verwertbarkeit benötigen, helfen wir Ihnen gerne weiter und vermitteln Ihnen eine geschulte Probenehmerin oder einen geschulten Probenehmer. Kontaktieren Sie uns!

FAQs: häufige Fragen zu Weichmachern und Phthalaten

Welche Gesundheitsrisiken entstehen bei der Aufnahme von Weichmachern/Phthalaten?

Einige Phthalate gelten als endokrine Disruptoren, die über eine Beeinflussung des Hormonsystems die Gesundheit beeinträchtigen können. So sind DEHP, DBP und BBP EU-weit als fortpflanzungsgefährdend eingestuft.2 Weiterhin gibt es zumindest mögliche Hinweise auf eine Beteiligung von Phthalaten bei der Entstehung von Allergien und Asthma.1

Können Weichmacher Krebs verursachen?

Eine krebserregende Wirkung von Weichmachern beim Menschen konnte bisher zumindest für DEHP nicht nachgewiesen werden. In Tierversuchen entwickelten sich allerdings bei einem langfristigen Verzehr des Weichmachers verschiedene Tumore. Inwieweit diese Ergebnisse auf den Menschen bzw. die in Innenräumen auftretenden Weichmacher-Konzentrationen übertragbar sind, ist unklar.4

Welche Personengruppen sind durch Weichmacher besonders gefährdet?

Kinder nehmen Phthalate über den Hausstaub und das In-den-Mund-Nehmen von Gegenständen und Spielzeug stärker auf als Erwachsene. Weiterhin gelten Schwangere (bzw. ungeborene Kinder) als besonders gefährdet.3, 5

Welche Weichmacher kommen besonders häufig vor?

Aktuell zählen DINP und DIDP zu den in Westeuropa am häufigsten eingesetzten Weichmachern, gefolgt von DEHP.2

Gibt es Verbote für bestimmte Weichmacher?

Ja, die möglicherweise fortpflanzungsgefährdenden Phthalate DEHP, DBP, BBP und DIBP sind in der EU in Babyartikeln und Spielzeug verboten. Seit Juli 2020 gilt für diese Phthalate auch ein Verbot in sonstigen Produkten mit Körperkontakt.6

Ist Bisphenol A (BPA) auch ein Weichmacher?

Bisphenol A (BPA) wird teilweise zu den Weichmachern gezählt. Dies ist allerdings nicht korrekt.

Was ist BPA? Bei BPA handelt es sich um eine Industriechemikalie, die unter anderem bei der Herstellung von Polycarbonat-Kunststoffen und Epoxidharzen verwendet wird. BPA kann beispielsweise in Plastikflaschen, Kunststoffbehältern und der Innenbeschichtung von Konservendosen vorhanden sein.7 Seit Juli 2026 dürfen BPA-haltige Lebensmittelverpackungen allerdings, bis auf einige Ausnahmen, nicht mehr verkauft werden.8

Wie Weichmacher kann BPA unter anderem hormonell wirksam sein. Möglicherweise beeinflusst die Chemikalie auch das Immunsystem.8

👉 Weitere Informationen zu Bisphenol A erhalten Sie hier: „Bisphenol A im Trinkwasser – So vermeiden Sie das Hormongift”.

Angaben zur Produktsicherheit:

Hersteller:

Reblu GmbH, Raiffeisenstr. 27-29, 70794 Filderstadt, Deutschland, www.reblu.de.