Schimmel in der Wohnung: Entstehung, Ursachen und Gefahren

Wie entsteht Schimmel eigentlich und wieso ist er so gefährlich?

Das Problem bei Schimmelsporen liegt nicht nur in der unschönen Optik der grünen und schwarzen Stellen auf Wand, Abdichtungen oder auch Möbeln. Diese sind zwar ärgerlich, aber nur ein Nebeneffekt. Denn selbst wenn die Schimmelflecken entfernt wurden, ist der Schimmel noch vorhanden.

In Form von Sporen breitet sich Schimmel in der Raumluft aus und legt sich bevorzugt auf kalten Oberflächen nieder. Dabei ist der Pilz verantwortlich für die Entstehung von vielen Atemwegserkrankungen, welche sowohl Erwachsene als auch Kinder befallen können. Dementsprechend ist eine dauerhaft hohe Luftfeuchtigkeit in Ihrem Zuhause eine reale Gefahr für Ihre Gesundheit.

Schimmelsporen fangen ab rund 70 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit an zu wachsen. Dann siedeln sich diese vorwiegend auf kalten Oberflächen an und vermehren sich von dort aus. Eine hohe Luftfeuchtigkeit und kalte Wände sind dementsprechend ideal für die Entstehung von Schimmel. Dies macht wiederum deutlicher, wieso Sie Wert auf das richtige Heiz- und Lüftverhalten legen sollten.


Das ideale Raumklima und wie Sie es messen

Das ideale Raumklima kann durch ein paar Punkte definiert werden.

 Es ist weder zu kalt noch zu warm, wobei 18 bis 22 Grad ideal sind.
 Eine relative Luftfeuchtigkeit von 40 bis 60 Prozent abhängig vom Raum ist optimal.

Damit Sie sich im eigenen Zuhause wohlzufühlen, sollten Sie also das Raumklima regelmäßig überprüfen. Um die Luftfeuchtigkeit zu messen, nutzen Sie einfach ein Feuchtemessgerät, auch Hygrometer genannt. Dieses kann sowohl digital als auch analog in den jeweiligen Räumen aufgestellt werden. Entsprechend der Ergebnisse können Sie weitere Schritte einleiten.

 Sie haben den Verdacht, dass sich Schimmel in Ihrer Wohnung befindet? Ein Schimmeltest kann Ihnen dabei helfen, eine mögliche Belastung ausfindig zu machen und schnelle Maßnahmen zu ergreifen.

Hierbei wird eine Probe Ihrer Raumluft im Labor hinsichtlich möglicher Schimmelpilzsporen untersucht. Mit dem Ergebnis erhalten Sie einen Überblick über Schimmelpilzgattungen, die in Ihrer Raumluft vorgefunden wurden. Dies verschafft Ihnen einen detaillierten Überblick über Ihr Raumklima hinsichtlich eines Befalls mit Schimmel.


Durch Lüften vermeiden Sie eine erhöhte Luftfeuchtigkeit in Innenräumen

Um die optimale Luftfeuchtigkeit zuhause zu erzielen, müssen Sie richtig heizen und lüften. Doch wie lüftet man richtig? Ideal ist dabei mehrmals tägliches Stoßlüften. Dazu öffnen Sie alle Fenster und Türen, sodass ein kompletter Luftaustausch stattfinden kann. Dem hingegen sollten Sie Ihre Fenster nicht dauerhaft kippen.

Bleibt die Feuchtigkeit permanent zu hoch, können Sie einen Luftentfeuchter aufstellen. Dieser zieht überschüssige Feuchtigkeit aus der Raumluft, wodurch Sie den Raum entfeuchten. Trotzdem hilft ein Luftentfeuchter nur bedingt bei Schimmel. In diesem Fall müssen Sie andere Schritte einleiten und herausfinden, wo die Ursache liegt. In drastischen Fällen kann sogar eine Sanierung Ihres Zuhauses notwendig sein, während bei einem kleinen Befall der Schimmel häufig noch selbst entfernt werden kann.

 Feuchtigkeit in der Wohnung wirkt sich also nicht nur unangenehm auf das Wohnklima aus. Vielmehr können durch eine erhöhte Luftfeuchtigkeit und feuchte Stellen in der Wohnung größere Probleme wie Schimmelbildung entstehen. Für ein gutes Luftklima und eine ideale Luftfeuchtigkeit sollte also soweit es geht immer gesorgt werden.