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Trinkwasser aus salzhaltigem Wasser – warum ist eine Entsalzung überhaupt nötig?

Für den Einsatz einer Entsalzungsanlage bei salzhaltigem Rohwasser zur Trinkwassergewinnung sprechen unter anderem die folgenden Gründe:

Gesundheit: stark salzhaltiges Wasser als Trinkwasser ungeeignet

Stark salzhaltiges Wasser mit hohem Gehalt an Natriumchlorid („Salz”) ist als Trinkwasser ungeeignet. Zum einen beeinträchtigt der hohe Salzanteil den Geschmack sehr negativ. Zum anderen kann ein übermäßiger Salzkonsum gesundheitliche Risiken mit sich bringen: Er steht unter anderem im Zusammenhang mit Bluthochdruck und erhöht langfristig das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Zudem belastet zu viel Salz die Nieren, da diese überschüssiges Natrium ausscheiden müssen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt gesunden Erwachsenen täglich nicht mehr als etwa 6 Gramm Salz aufzunehmen.1 Dieser Wert kann beim Konsum von stark salzhaltigem Wasser schnell überschritten werden.

Deutliche Überschreitung des „Salz-Grenzwertes”

In Deutschland gilt nach der Trinkwasserverordnung (TrinkwV) ein Grenzwert von 200 mg Natrium pro Liter Trinkwasser. Ein Liter Meerwasser enthält im Vergleich dazu rund 11 Gramm Natrium. Ohne Entsalzung wird der Grenzwert für Natrium von Meerwasser folglich um den Faktor 55 überschritten. „Salz” (Natriumchlorid, NaCl) besteht aus positiv geladenen Natrium-Ionen und negativ geladenen Chlorid-Ionen. Meerwasser enthält etwa 35 Gramm Salz pro Liter.2

💡 Wichtig zu wissen: Neben Natriumchlorid („Salz”) enthält Meerwasser noch andere gelöste Salze wie Magnesiumchlorid, Calciumsulfat und Kaliumchlorid. Diese sind jedoch in geringeren Konzentrationen enthalten.

Korrosivität – Salzwasser als Risiko für Trinkwasserinstallation

Salzhaltiges Wasser wie Meerwasser kann Rohrleitungen und Armaturen erheblich schädigen. Durch den hohen Salzgehalt wirkt es stark korrosiv und greift Metalle wie Stahl oder Kupfer an.3 Dies führt zu Rostbildung, Materialverschleiß und langfristig zu Undichtigkeiten und Schäden an der gesamten Trinkwasserinstallation.

Was ist eine Trinkwasser-Entsalzungsanlage?

Eine Entsalzungsanlage ist ein technisches System, mit dem sich salzhaltiges Wasser wie Meerwasser oder Brackwasser in nutzbares Trinkwasser umwandeln lässt. 

Im privaten Bereich kommen vor allem kompakte Anlagen zum Einsatz, die speziell für kleinere Wassermengen konzipiert sind. Sie sind deutlich kleiner als industrielle Meerwasserentsalzungsanlagen, arbeiten aber nach ähnlichen Prinzipien.

Was sind typische Einsatzgebiete für Entsalzungsanlagen?

Entsalzungsanlagen können grundsätzlich dort zum Einsatz kommen, wo salzhaltiges Wasser zur Verfügung steht und zur Trinkwassergewinnung nutzbares Süßwasser nicht vorhanden oder sehr knapp ist. Für Privatanwender gibt es unter anderem die folgenden Einsatzbereiche für die Anlagen:

  • Permanente Trinkwasserversorgung für Haushalte in Küstenregionen (Grundwasser teilweise stark salzhaltig4) ohne zentrale Trinkwasserversorgung
  • Häuser auf Inseln ohne öffentliches Trinkwassernetz
  • Ferienhäuser an der Küste ohne Anschluss an das Wassernetz
  • Boote, Yachten, Hausboote
  • Autarke Wohnkonzepte (z. B. Off-Grid-Häuser) in Küstennähe
  • Camping (kleine mobile Anlagen)
  • Trinkwasserversorgung für Tiere (z. B. Schafhaltung in Küstennähe)
  • Notfallvorsorge bei Ausfall des Trinkwassernetzes

Wie funktioniert eine Entsalzungsanlage?

Die Umwandlung von Salzwasser zu Trinkwasser erfolgt meist über das Verfahren der Umkehrosmose. Dieses gilt als besonders effektiv. Bei der Umkehrosmose wird Salzwasser mit hohem Druck durch eine semipermeable (halbdurchlässige) Membran gepresst. Diese Membran lässt Wassermoleküle passieren, hält aber Salze, Keime, Schwermetalle und andere gelöste Schadstoffe zurück. Allerdings werden bei der Umkehrosmose auch lebenswichtige Mineralstoffe wie Calcium und Magnesium aus dem Wasser entfernt. Diese werden später in der Regel wieder zugesetzt (Remineralisierung). Grob lässt sich der Ablauf der Entsalzung wie folgt beschreiben:5

  1. Vorfiltration

    • Entfernt Sand, Algen und Schwebstoffe

    • Schützt die empfindliche Membran

  2. Druckaufbau durch Pumpe

    • Wasser wird mit hohem Druck durch die Membran gepresst

  3. Umkehrosmose

    • Eine spezielle semipermeable Membran trennt Salze, Keime und viele Schadstoffe vom Wasser

    • Teilweise kommen zusätzlich Chemikalien zum Einsatz, welche die Bildung von Salzkristallen und Biofilmen verhindern

  4. Remineralisierung

    • Mineralstoffe werden dem Wasser zugesetzt (kann auch die Korrosivität des Wassers senken und so Rohrleitungen schützen)

  5. Speicherung

    • Das fertige Trinkwasser wird in Tanks gesammelt

Entsalzung mit Umkehrosmose – Vor- und Nachteile

Die Entsalzung von Wasser per Umkehrosmose kann unter anderem die folgenden Vor- und Nachteile haben:5, 6

Vorteile

✔️ Hoher Grad der Entsalzung möglich
✔️ Kompakte Bauweise möglich, deshalb auch für mobile Anlagen geeignet
✔️ Zusätzliche Entfernung von Viren, Bakterien und vielen Schadstoffen wie Schwermetallen (wichtig bei belastetem Rohwasser)
✔️ Betrieb auch mit 12 V oder 24 V Bordstrom oder Batterien möglich (mobile Anlagen)



Nachteile

❌ Hoher Wasserverlust durch Produktion von viel „Abwasser” (für jeden Liter Trinkwasser fallen etwa 3 bis 5 Liter stark salzhaltiges Abwasser an)
❌ Teilweise Einsatz von Chemikalien nötig, um Bildung von Salzkristallen und Biofilmen zu verhindern
❌ Verkeimungsgefahr der Membran und anderer Bauteile besonders bei längerer Nichtnutzung und mangelhafter Wartung
❌ Empfindliche, feine Membranen erfordern sorgfältige Vorfilterung
❌ Energieintensiver Betrieb der Hochdruckpumpen
❌ Starker Mineralstoffverlust erfordert oft Remineralisierung

👉 Weitere Informationen zur Umkehrosmose erhalten Sie in unserem Ratgeber „Osmosewasser – Was bringen Umkehrosmoseanlagen wirklich?”.

👉 Allgemeine Informationen zur Trinkwasseraufbereitung erhalten Sie hier: „Trinkwasseraufbereitung erklärt: Hintergrundinfos & Methoden für Brunnenwasser und Camping

Stationäre & mobile Entsalzungsanlagen

Entsalzungsanlagen können stationär und mobil betrieben werden. Die Anlagen unterschieden sich unter anderem in Größe und Leistungsfähigkeit:

Stationäre Entsalzungsanlagen

Wer eine Entsalzungsanlage stationär betreiben möchte (z. B. Haus oder Ferienhaus am Meer), kann im Vergleich zu mobilen Anlagen auf leistungsfähigere Systeme zur Meerwasserentsalzung zurückgreifen. Im Gegensatz zu mobilen Anlagen benötigen stationäre Systeme in der Regel eine Stromversorgung mit 230 V. Die Anlagen erreichen einen Trinkwasser-Ausstoß von ca. 200 bis über 1.000 Litern pro Tag. Außerdem sind oft effiziente Vorfiltersysteme sowie Druckbehälter zur kontinuierlichen Wasserbereitstellung (Pufferung) integriert.

Mobile Entsalzungsanlagen/Kompaktanlagen

  • Manuelle Handpumpen-Entsalzer: Diese werden per Handpumpe betrieben und eignen sich zum Beispiel als Notfallausrüstung auf See oder beim Camping. Je nach Modell lassen sich ein bis fünf Liter Trinkwasser pro Stunde erzeugen.

  • Kompakte elektrische Anlagen (Watermaker, Wassermacher): Für den Gebrauch auf Yachten sind elektrisch betriebene Anlagen (Betriebsspannung oft 12 oder 24 V) erhältlich. Die Anlagen liefern in der Regel nur genug genügend Süßwasser zum Trinken und für die Nahrungszubereitung. Um ausreichend entsalztes Wasser für die Körperpflege (z. B. Dusche) zu produzieren, reicht die Kapazität oft nicht aus.

  • Hochleistungs-Watermaker: Größere Systeme auf Yachten und kommerziell betriebenen Schiffen liefern oft deutlich mehr als 100 Liter Süßwasser pro Stunde. Die Systeme werden dann aber meistens über ein leistungsfähiges Bordstromnetz betrieben.

Entsalzung per Umkehrosmose – welche Alternativen gibt es?

Für Privatanwender, die keine Umkehrosmoseanlage einsetzen möchten oder können, gibt es einige alternative Verfahren zum Entsalzen von Wasser:7, 8, 9

  • Thermische Destillation: Salzwasser wird erhitzt, der entstehende Wasserdampf kondensiert und wird als salzfreies Wasser aufgefangen. Das Verfahren ist technisch einfach, aber sehr energieintensiv und für den dauerhaften Haushalts- oder Bordbetrieb daher eher nicht geeignet.
  • Elektrodialyse: Gelöste Salz-Ionen werden mithilfe elektrischer Felder durch spezielle Membranen geleitet und so vom Wasser getrennt. Das Verfahren eignet sich besonders für Brackwasser mit niedrigerem Salzgehalt.
  • Solar- bzw. Verdunstungsdestillation: Sonneneinstrahlung sorgt in einer speziellen Anlage für die Verdunstung von Salzwasser. Das kondensierte Süßwasser wird anschließend aufgefangen. Die Technik wird unter anderem bei kleinen, mobilen Notfallanlagen eingesetzt. Die Trinkwasserausbeute ist allerdings eher gering.
  • Nanofiltration: Ähnlich wie die Umkehrosmose, jedoch mit weniger feinen Membranen und niedrigerem Betriebsdruck. Die Anlagen entfernen allerdings in der Regel nur einen Teil des Salzes und sind zur vollständigen Entsalzung von Meerwasser daher meist nicht geeignet.

Kosten einer Entsalzungsanlage für Trinkwasser im Überblick

Die folgende Tabelle gibt Ihnen einen groben Überblick zu den Kosten einer Entsalzungsanlage für den privaten Bereich:

Kostenart Manuelle Handpumpe (Notfall/Boot) Elektrischer Watermaker (Boot/Yacht, 30 – 60 l/h) Stationäre Haushaltsanlage
Anschaffungskosten 800 – 4.000 € 3.000 – 10.000 € 5.000 – 15.000 €
Montage/Einbau 0 – 200 € 200 – 800 € 500 – 2.000 €
Membrantausch (ca. alle 3–5 Jahre) entfällt oft (abhängig von Nutzung) 300 – 800 € 500 – 1.500 €
Filterwechsel/Verbrauchsmaterial 50 – 150 €/Jahr 100 – 300 €/Jahr 150 – 400 €/Jahr
Wartung (jährlich) gering/Eigenleistung ca. 150 – 500 €/Jahr ca. 200 – 600 €/Jahr
Stromverbrauch entfällt ca. 30 – 100 €/Jahr ca. 50 – 150 €/Jahr (Voraussetzung: überwiegend nur Aufbereitung für Trinkwasser, Stromkosten bei zusätzlicher Brauchwasseraufbereitung oft deutlich höher)

Welche Vorschriften gelten für Installation und Betrieb einer Trinkwasser-Entsalzungsanlage?

Wer eine stationäre Entsalzungsanlage in Deutschland in ein bestehendes Hauswasser- bzw. Trinkwassernetz einbindet, muss unter anderem die folgenden rechtlichen Regelungen beachten:10, 11

  • Anzeigepflicht beim Gesundheitsamt: Die Errichtung oder Inbetriebnahme einer Wasserversorgungsanlage ist dem zuständigen Gesundheitsamt anzuzeigen. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Anlage an die häusliche Trinkwasserinstallation angeschlossen wird (§ 11 TrinkwV).
  • Nur zugelassene Fachbetriebe dürfen installieren: Arbeiten an der Trinkwasserinstallation dürfen in Deutschland ausschließlich Fachbetriebe durchführen, die in das Installateurverzeichnis eines Wasserversorgungsunternehmens eingetragen sind. Eine Eigeninstallation an trinkwasserführenden Systemen ist nicht zulässig.
  • Verantwortung liegt beim Hauseigentümer: Ab der Übergabestelle (in der Regel der Hauptabsperrhahn) trägt der Gebäudeeigentümer die volle Verantwortung für die Trinkwasserqualität – und damit auch für das Wasser, das eine nachgeschaltete Entsalzungsanlage erzeugt.
  • Einhaltung der TrinkwV ist Pflicht: Das erzeugte Wasser der Entsalzungsanlage muss den Anforderungen der Trinkwasserverordnung entsprechen, wenn dieses als Trinkwasser verwendet wird.
  • Mobile Bordsysteme auf Booten: Für Entsalzungsanlagen auf privat genutzten Yachten und Booten gelten die oben genannten Vorschriften nicht, da das Bordwassersystem kein öffentliches Trinkwassernetz darstellt. Dies gilt jedoch nur, solange Sie das Wasser ausschließlich selbst nutzen. Sobald Wasser zum Beispiel an Passagiere oder Gäste abgegeben wird, muss dieses der Trinkwasserverordnung entsprechen. In jedem Fall sollte das erzeugte Wasser regelmäßig auf Keime und Schadstoffe geprüft werden – unabhängig davon, welche gesetzlichen Regelungen gelten.

Checkliste: Worauf beim Kauf einer Entsalzungsanlage zu achten ist

Bevor Sie eine Meerwasserentsalzungsanlage kaufen oder installieren lassen, sollten Sie unter anderem folgende Punkte beachten bzw. klären:

  • Einsatzzweck: Boot/Yacht, Ferienhaus, Camping, Notfallvorsorge?
  • Benötigte Wassermenge: Wie viele Liter pro Tag werden gebraucht?
  • Stromversorgung: Bordnetz (12 V/24 V), Netzstrom oder autarker Solarbetrieb?
  • Verfügbarer Einbauraum: Kompaktsystem oder modularer Aufbau?
  • Salzgehalt der Rohwassers: Meerwasser oder Brackwasser (Messung des Salzgehalts vornehmen)?
  • Membranqualität und Zertifizierungen: Entspricht die Anlage deutschen und europäischen Trinkwassernormen?
  • Wartungsaufwand: Sind Ersatzteile und Membranen langfristig verfügbar?
  • Remineralisierung: Ist eine Remineralisierung vorgesehen bzw. möglich?

Liefert die Entsalzungsanlage Trinkwasserqualität? Sicherheit durch regelmäßige Wasseranalysen

Ob Wasser nach der Entsalzung und einer möglicherweise erfolgten Remineralisierung wirklich Trinkwasserqualität nach der deutschen Trinkwasserverordnung (TrinkwV) aufweist, können Sie mit unseren Wassertests prüfen lassen. Je nach Test wird das Wasser neben wichtigen Parametern wie Natrium, Calcium und Magnesium ebenso auf Schwermetalle und Bakterien analysiert. Schwermetalle wie Kupfer, Nickel und Blei können zum Beispiel durch Rohrleitungen und andere Installationskomponenten in das Wasser gelangen. Ein Risiko für Bakterienbelastungen stellen auch verkeimte Umkehrosmoseanlagen dar. Wir bieten in unserem Online-Shop unter anderem die folgenden Trinkwassertests an:

Die Probenentnahme für unsere Wassertests können Sie mit Hilfe der im Test-Set enthaltenen, leicht verständlichen Anleitung ganz einfach selbst vornehmen. Anschließend senden Sie die Wasserprobe in dem beiliegenden Versandkarton an unser spezialisiertes Partnerlabor. Nach kurzer Zeit steht das Analyseergebnis in Ihrem persönlichen Bereich von MyChecknatura zum Abruf bereit.

🛈 Wichtiger Hinweis: Bei unseren Wassertests handelt es sich um Selbsttests. Unsere Analytik richtet sich nach wissenschaftlichen Standards, auf die Sie sich verlassen können. Um die Anforderungen an gesetzlich vorgeschriebene Trinkwassertests zu erfüllen, ist jedoch in der Regel eine Probeentnahme durch unabhängige und geschulte Probenehmerinnen oder Probenehmer nötig. Auf Wunsch vermitteln wir Ihnen diesen gern: Wasseranalyse durch geschultes Personal

FAQs Entsalzungsanlagen

Wie viel Trinkwasser kann eine Entsalzungsanlage produzieren?

Kompakte Haushaltsanlagen schaffen meist zwischen 50 und 300 Liter pro Tag. Es gibt jedoch auch leistungsfähigere Anlagen mit einer Tagesmenge von bis zu 1.000 Litern. Mobile Anlagen für Boote produzieren etwa 30 bis 60 Liter pro Stunde. Handbetriebene Notfallentsalzungsanlagen schaffen bis zu 5 Liter pro Stunde.

Wie schmeckt Wasser aus einer Entsalzungsanlage?

Ohne Remineralisierung schmeckt entsalztes Wasser neutral bis fad ohne besondere Geschmacksnote. Durch eine Remineralisierung erhält es jedoch einen oft als frischer und angenehmer wahrgenommenen Geschmack, der sich von Leitungs- oder Mineralwasser meist kaum unterscheidet.

Muss das entsalzte Trinkwasser remineralisiert werden?

Aus gesundheitlicher Sicht ist eine Remineralisierung nicht immer zwingend erforderlich, da Mineralstoffe vorrangig über die Nahrung aufgenommen werden. Gleichwohl empfiehlt eine, teilweise jedoch kontrovers diskutierte, Studie der WHO Mindestwerte für unter anderem Calcium und Magnesium im Trinkwasser.12 So kann mineralstoffarmes Trinkwasser bei ausbleibender ausreichender Mineralstoffaufnahme über die Nahrung unter Umständen zur einer weiteren Verschlechterung der Mineralstoffversorgung führen. Eine moderate Remineralisierung ist zudem auch aus anderen Gründen sinnvoll: Sie verbessert den Geschmack, schützt Metallleitungen vor Korrosion und stabilisiert den pH-Wert des Wassers.