Inhalt
Anleitung – das Wasser vom Planschbecken sauber halten
Inhaltlich geprüft durch: Martin Stein
- Welche Gefahren von Keimen im Poolwasser ausgehen
- Tipps, um Ihr Poolwasser sauber zu halten
- Warum Sie keine Desinfektionsmittel bei Planschbecken verwenden sollten
- Welche speziellen Risiken von Chlor für Planschbecken ausgehen können
Stellt Ihr Leitungswasser ein Risiko für Planschbecken dar? Sicherheit durch Wassertest!
Das Leitungswasser, das Sie zum Befüllen des Planschbeckens verwenden, kann unter anderem bereits durch Mängel in Ihrem Leitungssystem bakteriell kontaminiert sein. Mit unserem Wassertest Bakterien können Sie eine bereits bestehende Kontamination Ihres Leitungswassers ausschließen:
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Sollte man Desinfektionsmittel in Planschbecken einsetzen?
Erreger wie Bakterien, Viren, Protozoen und Schimmelpilze sind in unterschiedlichen Konzentrationen in den meisten Freigewässern zu finden, die von Menschen zum Baden und Schwimmen genutzt werden. Die genannten Erreger können aber auch in Planschbecken gelangen und sich dort mitunter stark vermehren, sodass diese zu einer Gesundheitsgefahr werden. Viren und Bakterien können durch die unbeabsichtigte Eintragung von Fäkalien, Körperflüssigkeiten, wie Speichel oder Hautschuppen durch symptomatisch oder asymptomatisch erkrankte Personen ins Wasser gelangen. Außerdem sind Wildtiere wie Vögel (Vogelkot) mögliche Quellen von Keimen im Wasser.
Deswegen werden in Schwimmhallen und öffentlichen Bädern Filter- und Wasseraustauschsysteme in Kombination mit Desinfektionsmitteln eingesetzt, um Keime abzutöten oder zumindest eine starke Keimvermehrung zu verhindern.
Die Verwendung von Schwimmbad-Desinfektionsmitteln, wie Chlor oder Brom ist in den kleinen Planschbecken allerdings nicht sicher: Ein großer Teil des Wassers kann schnell durch Spritzen oder Überschwappen verloren gehen, so dass es schwierig ist, die Menge des benötigten Desinfektionsmittels zu bestimmen. Um unter anderem Hautreizungen zu vermeiden, darf es allerdings nicht zu hoch dosiert sein, eine zu niedrige Dosierung hingegen verhindert eine ausreichende Desinfektion. Auch haben die Planschbecken keine Filter, die gröbere Partikel aus dem Wasser filtern, welche zur Vermehrung von Keimen beitragen könnten.
Da dem Wasser in Planschbecken in der Regel keine Desinfektionsmittel zugesetzt werden, können sich Keime in kleinen, aufblasbaren Planschbecken oder Kunststoff-Becken wesentlich leichter verbreiten als in Becken mit professioneller Filtertechnik.
Chlor im Planschbecken – ein besonderes Risiko
In öffentlichen Schwimmbädern, größeren privaten Schwimmbecken und teilweise auch bei der Trinkwasseraufbereitung werden Chlor bzw. Chlorverbindungen zur Desinfektion eingesetzt. In Planschbecken ist dies jedoch nicht üblich und auch nicht empfehlenswert. So erfordert die Verwendung von Chlor eine genaue Dosierung und regelmäßige Messungen des Chlorgehalts. Bei unsachgemäßer Anwendung birgt die Anwendung von Chlor hohe Gesundheitsrisiken. Dies gilt teilweise verstärkt für Kinder. So kann Chlor im Wasser mit Harnstoff (eingetragen durch Urin) zu Trichloramin reagieren. Dieses steht zumindest im Verdacht, Asthmaerkrankungen bei Kindern zu fördern.
Viren und Bakterien im Wasser können zu Magen-Darm-Erkrankungen führen
Keime, die mitunter Durchfall und/oder Erbrechen verursachen, können sich in Planschbecken oder aufblasbaren Wasserrutschen leicht ausbreiten. So warnt das Bundesamt für Risikobewertung in seinen Verbrauchertipps: Schutz vor Infektionen mit enterohämorrhagischen E. coli (EHEC), dass besonders für Kinder “das Spielen in Planschbecken, wenn das Badewasser mit Fäkalien verschmutzt ist” ein spezielles Risiko darstellt.
Keime, die über das Wasser übertragen werden können, sind bspw. Cryptosporidium, Noroviren, Shigella und Escherichia coli. Eine ausführliche Liste der wasserübertragbaren Krankheitserreger in Pools und Schwimmbecken stellt diese Studie bereit: Viruses in recreational water‐borne disease outbreaks: a review. Jemand, der an einem dieser Keime erkrankt ist, kann den Pool schnell mit Erregern kontaminieren. Wenn eine andere Person dieses Wasser schluckt, kann auch diese krank werden.
Bakterien und Viren können durch Verschlucken oder Kontakt mit verunreinigtem Wasser übertragen werden. Dabei sind Kinder wegen ihres noch nicht voll ausgebildeten Immunsystems besonders gefährdet. Beim Planschen und Spielen passiert es schnell, dass das Wasser verschluckt wird. Besonders wenn eine größere Anzahl von Kindern aus verschiedenen Familien diese Schwimmbecken benutzen, erhöht sich das Risiko der Verbreitung von Durchfallerkrankungen erheblich.
Maßnahmen, um das Planschbecken sauber zu halten
Wenn Sie einige Vorsichtsmaßnahmen ergreifen, können Sie das Risiko einer im Pool übertragenen Magen-Darm-Krankheit erheblich minimieren:
- Größere aufblasbare Schwimmbecken oder Kunststoffbecken erfordern einen Filter und eine Desinfektion. Befolgen Sie dabei die Anweisungen des Herstellers zum Filtern und Desinfizieren des Beckens, um die Verbreitung von Keimen zu verhindern und die Gesundheit aller zu schützen.
- Reinigen Sie den Pool, das Becken oder die Wasserrutsche täglich, um die Verbreitung und Vermehrung von Keimen zu verhindern. Entfernen Sie bei der Reinigung alle Verschmutzungen mit einem Lappen, spülen Sie das Becken mit frischem Wasser aus und lassen Sie es an der Luft trocknen.
- Halten Sie kranke Kinder von Schwimmbecken und Wasserrutschen fern: Um die Gesundheit anderer zu schützen, sollten Kinder, die an Durchfall erkrankt sind oder es erst kürzlich waren oder sich erbrochen haben, Planschbecken und Wasserrutschen meiden.
- Sprechen Sie mit den Eltern oder Betreuungspersonen von Kindern, die zu Besuch sind, über den Gesundheitszustand ihrer Kinder, bevor diese das Becken benutzen.
- Vor dem Badespaß im Planschbecken sollten die Kinder mit einer für Kinder geeigneten Seife oder Reinigungslotion und Wasser abgeduscht werden. Das vermindert das Risiko einer Keimeintragung.
Tipps, um das Planschbecken frei von Blättern, Tieren und Insekten zu halten
- Abdeckung für Planschbecken: Größere Becken, bei denen Sie das Wasser über mehrere Tage verwenden, sollten mit einer Plane abgedeckt werden. Dies verhindert, dass über Nacht Blätter, Tiere oder Insekten ins Wasser gelangen können.
- Grobe Verschmutzungen entfernen: Beseitigen Sie regelmäßig Blätter, Insekten und sonstige groben Verunreinigungen im Planschbecken mit einem Kescher. Dies sollten Sie immer tun, bevor Sie es mit der Plane abdecken.
- Standort des Planschbeckens: Wir empfehlen, das Becken nicht unter Bäumen oder sonstigen Pflanzen zu platzieren. Dadurch könnten verstärkt Blätter, Insekten und somit letztlich auch mehr Keime in das Wasser gelangen.
- Füße waschen vor dem Baden: Sorgen Sie dafür, dass Kinder sich die Füße mit Wasser reinigen, bevor diese das Planschbecken nutzen. Hierdurch können die meisten Verunreinigungen verhindert werden.
Jetzt Wasserqualität überprüfen!
Um eine einwandfreie Wasserqualität im Planschbecken zu gewährleisten, sollte auch das zum Befüllen genutzte Leitungswasser möglichst frei von Bakterien und Schadstoffen sein. Trotz der hohen Wasserqualität in Deutschland kommt es unter anderem vor, dass sich Biofilme in Leitungen im Haus bilden, wodurch die Menge an Bakterien wie E. coli im Wasser über den Werten der deutschen Trinkwasserverordnung liegen kann.
Wenn Sie sicher sein möchten, dass Ihr Wasser gesund und frei von schädlichen Keimen ist, können Sie mit einer Trinkwasseranalyse das Wasser auf Bakterien und Schwermetalle überprüfen lassen. Wir empfehlen hierfür die folgenden Tests:
- Wassertest Bakterien: Bei diesem Test untersucht unser Labor Ihr Wasser auf die Gesamtkeimzahl sowie auf coliforme Keime. Damit erhalten Sie einen umfassenden Überblick über den hygienischen Zustand Ihres Wassers.
- Wassertest Komplett: Hier werden die gleichen Parameter wie beim Wassertest Bakterien untersucht. Zusätzlich wird auch auf Schwermetalle wie Blei, Kupfer und Eisen getestet, die durch das Leitungssystem in das Wasser gelangen können.
- Wassertest Komplett Plus: Dies ist unser umfangreichster Test, der alle Parameter des Wassertests Komplett umfasst. Zusätzlich wird Ihr Wasser auf Legionellen getestet, die sich vor allem in lauwarmem Stagnationswasser (z. B. Totleitungen, Gartenschläuche) vermehren können.
Sie entnehmen die Probe selbst und schicken das Wasser in der Test-Box zurück an unser Fachlabor. In kurzer Zeit erhalten Sie online Ihre Ergebnisse mit genauen Angaben zu der Belastung und Erklärungen zu allen untersuchten Schadstoffen:
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Wussten Sie schon?
Gastrointestinale Krankheiten verlaufen manchmal asymptomatisch oder können noch lange nach durchstandener Krankheit ansteckend sein. So können Personen auch unwissentlich gefährliche Keime in das Wasser eintragen.
Gefährliche Keime
❗ Cryptosporidium
❗ Noroviren
❗ Shigella
❗ Escherichia coli
❗ Legionellen