PFAS: Wo enthalten? Risiken, PFAS-freie Produkte finden
Inhaltlich geprüft durch: Martin Stein
PFAS (per- und polyfluorierte Alkylverbindungen) ist eine Sammelbezeichnung für Industriechemikalien, die wegen ihrer Beständigkeit in der Umwelt oft auch „Ewigkeitschemikalien“ genannt werden. Die Aufnahme von PFAS über zum Beispiel Kleidung, Kochgeschirr oder Nahrungsmittel kann ein Gesundheitsrisiko darstellen. Wo sind die Chemikalien überall enthalten? Welche konkreten Gesundheitsrisiken gehen von Ewigkeitschemikalien aus? Gibt es Alternativen zu „PFAS-Produkten“ wie Outdoorkleidung, Pfannen und Backpapier? Die Antworten und viele weitere Infos zu PFAS finden Sie in unserem Praxis-Ratgeber. (Stand September 2026)
- PFAS (per- und polyfluorierte Alkylverbindungen) werden wegen ihrer Beständigkeit auch „Ewigkeitschemikalien“ genannt.
- PFAS können beispielsweise in Beschichtungen bzw. Imprägnierungen von Pfannen, Backpapier und Outdoor-Kleidung enthalten sein.
- Lebensmittel und Trinkwasser sind mitunter ebenfalls mit PFAS belastet.
- PFAS können unter anderem möglicherweise den Cholesterinspiegel erhöhen, Fruchtbarkeitsstörungen auslösen sowie zu einem verringerten Geburtsgewicht führen.
- Ab dem 10.10.2026 werden PFAS in vielen Alltagsprodukten verboten.
Das Wichtigste in Kürze
Inhalt
Was genau sind PFAS?
PFAS steht als Abkürzung für per- und polyfluorierte Alkylverbindungen, bei denen die Wasserstoffatome der organischen Kohlenstoffketten vollständig (perfluoriert) oder teilweise (polyfluoriert) durch Fluoratome ersetzt wurden. Die Substanzen können in kurzkettige (weniger als 7 perfluorierte Kohlenstoffatome) und langkettige PFAS eingeteilt werden. PFAS kommen in der Umwelt nicht natürlich vor und werden bzw. wurden ausschließlich durch den Menschen erzeugt und freigesetzt. Die PFAS-Produktion begann bereits in den späten 1940er Jahren. Heute wird die Anzahl der PFAS-Einzelverbindungen auf ca. 10.000 geschätzt. Zu den häufigen Vertretern der Industriechemikalien zählen perfluorierte Carbon- und Sulfonsäuren.1
PFAS – wo sind diese enthalten?
PFAS haben unter anderem wegen ihrer fett-, wasser- und schmutzabweisenden Eigenschaften einen sehr weiten Anwendungsbereich. Als grobe Faustregel gilt deshalb: Wenn ein Produkt mit „fleckgeschützt“, „wasserabweisend“, „fettabweisend“ oder „antihaft" beworben wird, könnten PFAS enthalten sein. Weiterhin sind die Chemikalien beständig gegen Hitze und UV-Strahlung. Die folgende Auflistung bietet einen Überblick über einige wichtige mögliche Verwendungen von PFAS in Alltagsprodukten und der industriellen Produktion:1, 2
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Outdoor- und Funktionskleidung (wasserabweisender Stoff), Wanderschuhe
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Kochgeschirr wie beschichtete Pfannen, Waffeleisen, Sandwichmaker, Raclette-Grills etc. mit Antihaft-Beschichtungen
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viele Backpapier-Produkte, Fotopapier, Etiketten
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beschichtete Papiere und Pappen für Einwegverpackungen von Nahrungsmitteln
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Kosmetika
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Zahnseide
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Imprägniersprays
Anti-Beschlagmittel für zum Beispiel Brillengläser
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schmutzabweisende Teppiche, Tischdecken, Polstermöbel
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Putzschwämme
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einige Kunststoffprodukte, zu denen teilweise auch Kinderspielzeug wie Buggys und Fahrradanhänger zählen
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Ski-Wachse
Kettenöl, Schmiermittel
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Löschmittel
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industrielle Oberflächenbehandlung von Metallen und Kunststoffen
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Pflanzenschutzmittel
Perlentest: PFAS-Beschichtung selbst erkennen?
Ob eine Verpackung oder Backpapier fett- und wasserabweisend ist, lässt sich mit dem sogenannten Perlentest einschätzen: Geben Sie dazu einen Tropfen Speiseöl auf das Material. Zieht das Öl nicht ein, sondern bleibt es als Tropfen auf dem Material stehen oder perlt es ab, wurde die Oberfläche mit hoher Wahrscheinlichkeit abweisend beschichtet – häufig mit PFAS.21 Aussagekräftig ist der Test allerdings nur bei Materialien, die Fett normalerweise in unbeschichtetem Zustand aufsaugen würden. Also unter anderem bei Papier, Pappe und Formteilen aus Zuckerrohr. Bei zum Beispiel Kunststoff, Silikon oder beschichtetem Metall perlt Öl auch ohne Beschichtung ab. Hier ist der Test folglich nicht aussagekräftig.
💡 Wichtig zu wissen: Der Test kann zwar auf eine Beschichtung hinweisen – eine Aussage über die Art der verwendeten Beschichtung und die darin enthaltenen Chemikalien ist durch diesen allerdings nicht möglich.
PFAS in Lebensmitteln und Trinkwasser
Neben den oben gelisteten Produkten können PFAS auch in Lebensmitteln und Trinkwasser enthalten sein.16 Dies liegt daran, dass PFAS mittlerweile in der Umwelt (Luft, Böden, Meere, Grund- und Oberflächenwasser) weltweit verbreitet sind. So gelangen PFAS unter anderem durch industrielle Emissionen und Altlasten sowie Abwasser aus privaten Haushalten in die Umwelt.3 Weiterhin werden die Chemikalien in der Umwelt kaum abgebaut (hohe Persistenz). Als Resultat gelangen PFAS in die Nahrungskette und finden sich so auch in verschiedensten Lebensmitteln.
Messbare Konzentrationen von PFAS können beispielsweise in Fisch, Meeresfrüchten, Milch- und Milchprodukten, Eiern, Fleisch sowie vielen pflanzlichen Produkten enthalten sein. Erhöhte PFAS-Werte finden sich oft in Innereien – besonders in Innereien von Wild.4 Seit dem 1. Januar 2023 gibt es für vier PFAS innerhalb der Europäischen Union unter anderem rechtsverbindliche Höchstgehalte für Fisch, Muscheln, Krebstiere, Fleisch und Eier.2
👉 Trinkwasser und Mineralwasser können ebenfalls eine Quelle von PFAS sein. Dazu mehr in unserem Artikel „PFAS im Trinkwasser: Herkunft, Risiken, PFAS-Deutschland-Karte“.
👉 Wie sich PFAS aus dem Wasser filtern lassen, erfahren Sie hier: „PFAS-Wasserfilter: Nutzen & beste Filtertechniken“.
PFAS: mögliche Gesundheitsrisiken
PFAS werden von Menschen hauptsächlich über belastete Lebensmittel und verunreinigtes Trinkwasser aufgenommen. In geringem Maße ist auch eine Aufnahme über die Haut (z. B. mit PFAS imprägnierter wasserabweisender Stoff) und die Atemwege möglich. PFAS reichern sich im Blut und in Organen wie Leber, Niere und Lunge an. Selbst nach einem völligen Stopp der Aufnahme verbleiben die Chemikalien sehr lange im Körper (persistent). Besonders langsam werden langkettige PFAS vom Körper ausgeschieden. Die Halbwertszeit beträgt hier bis zu 8,5 Jahre. Ungeborene Kinder und Babys können PFAS über die Plazenta bzw. die Muttermilch aufnehmen. Nach einer Risikobewertung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit ist ein „beträchtlicher Teil der europäischen Bevölkerung“ schon über Lebensmittel PFAS-Konzentrationen ausgesetzt, welche die wöchentliche tolerierbare Aufnahmedosis übersteigen. Zu den möglichen bzw. vermuteten Gesundheitsrisiken durch PFAS zählen unter anderem:5, 6, 7, 12
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Erhöhung des Cholesterinspiegels
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Beeinträchtigung des Immunsystems und der Gehirnentwicklung bei Kindern
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Fruchtbarkeitsstörungen
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verringertes Geburtsgewicht
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Fettstoffwechselstörungen
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verminderte Wirkung von Impfungen
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Erhöhung des Risikos für Leberkrebs und andere Tumore in Tierstudien
Kann man PFAS schmecken oder riechen? Gibt es eine Kennzeichnungspflicht?
PFAS können Sie weder sehen, schmecken noch riechen.8 Für Produkte, die PFAS enthalten, gibt es auch keine Kennzeichnungspflicht. Für „besonders besorgniserregende Stoffe“ bestehen nach der REACH-Verordnung (Europäische Chemikalienverordnung) lediglich Informationspflichten. Eventuell sind Produkte mit hohen PFAS-Gehalten von über 0,1 % bzw. 1 g/kg über die App „Scan4Chem“ des Bundesumweltamtes identifizierbar.9 Ab der genannten Konzentration sind Hersteller auch gegenüber Konsumenten bezüglich verwendeter PFAS auskunftspflichtig. Die Verbraucherzentrale Hamburg stellt für die Auskunft ein entsprechendes Musterschreiben zur Verfügung.2
Wann tritt PFAS-Verbot in Kraft?
Nach einer EU-Verordnung vom 20.09.2024 werden unter anderem ab dem 10.10.2026 PFAS in vielen Alltagsprodukten wie Textilien, Leder, Schuhwaren, Papieren und kosmetischen Mitteln verboten. Schon seit dem 10.04.2026 ist ein Verbot für Feuerlöschschäume und Feuerlöschschaumkonzentrate in Kraft (teilweise werden hier Ausnahmen gewährt).9 Weitere Hintergrundinfos zum Verbot von PFAS in der EU erhalten Sie in unserem Artikel „👉 Das PFAS Verbot der EU – Warum das Jahrhundertgift bald verboten wird!“.
PFAS-Freisetzung aus Pfannen und Backpapier – wie hoch ist das Risiko wirklich?
PFAS werden teilweise als Beschichtung für Pfannen und Backpapier verwendet. Können sich dadurch Gesundheitsrisiken ergeben?
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PFAS-Pfannen: Antihaft-Beschichtungen von Pfannen enthalten oft den Kunststoff PTFE (Polytetrafluorethylen). Dieser ist auch unter dem Handelsnamen Teflon® bekannt. Zur Herstellung von PTFE werden PFAS wie Perfluoroktansäure verwendet. Nach Aussage des Bundesinstituts für Risikobewertung werden aus PTFE-Beschichtungen bei bestimmungsgemäßem Gebrauch keine Schadstoffe abgegeben. Dies gilt jedoch nur, wenn die Pfanne nicht zu heiß wird. Außerdem können bei neuen Pfannen Produktionsrückstände wie PFAS auf der Oberfläche haften. Deshalb sollten Sie diese vor der ersten Nutzung gründlich spülen und mit Wasser auskochen.10
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PFAS-Backpapier: Viele Einweg-Backpapiere enthalten wegen ihrer wasser- und fettabweisenden Eigenschaften ebenfalls PFAS. Wie bei Pfannen werden auch durch Backpapier während des bestimmungsgemäßen Gebrauchs in der Regel keine PFAS-Mengen über den Grenzwerten abgegeben. Dies kann sich jedoch ändern, wenn das Papier über die empfohlene Temperaturgrenze (oft 220 °C) hinaus erhitzt wird. Solch hohe Temperaturen treten zum Beispiel auf, wenn Backpapier zu nah an die Heizstäbe im Ofen kommt.11
💡 Gut zu wissen: Backpapier gehört aufgrund der enthaltenen Chemikalien wie PFAS und Silikonen nicht in das Altpapier, sondern in den Restmüll.11
Seit August 2026: neue PFAS-Grenzwerte für Lebensmittelverpackungen
Seit dem 12. August 2026 dürfen keine neuen Lebensmittelverpackungen mehr auf den Markt gebracht werden, welche die neuen Grenzwerte für PFAS überschreiten. Die Grenzwerte wurden dabei so niedrig angesetzt, dass eine Verwendung in Lebensmittelverpackungen praktisch ausgeschlossen ist.24 Konkret gelten ab dem genannten Datum die folgenden Grenzwerte:25
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25 ppb für einzelne Verbindungen
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250 ppb für die Summe einzeln identifizierter Verbindungen
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50 ppm Gesamtfluorgehalt als Summe für alle PFAS (inklusive Polymere)
Pfannen, Backpapier und Outdoorkleidung ohne PFAS? Tipps zum Schutz vor Ewigkeitschemikalien
Ein vollständiger Schutz vor PFAS ist aufgrund der weiten Verbreitung der Chemikalien kaum möglich. Die folgenden Hinweise und Tipps können allerdings helfen, die eigene Belastung zu reduzieren:
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✅Teilweise sind Produkte mit Hinweisen wie „PFAS-frei“, „PFC-frei“ oder „fluorcarbonfrei“ versehen. Diese können eine gute Alternative zu „PFAS-Produkten“ oder Artikeln ohne klare Kennzeichnung sein.
✅Werbeaussagen wie „PFOA-frei“ oder „PFOS-frei“ bedeuten nicht, dass ein Produkt frei von PFAS ist. Beide Einzelstoffe sind in der EU bereits weitgehend verboten. Ersetzt werden sie jedoch häufig durch andere PFAS-Verbindungen.2
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✅PFAS freie Pfannen aus Edelstahl, Schmiede- oder Gusseisen geben keine Schadstoffe ab. Eine Pfanne ohne PFAS bzw. ohne Antihaft-Beschichtung benötigt teilweise eine etwas aufwendigere Pflege. Die Hersteller geben dazu in der Regel Hinweise (z. B. richtiges „Einbrennen“).10
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✅Backpapier ohne PFAS wird im Handel deutlich seltener angeboten als „normales“ Backpapier. Es gibt jedoch Hersteller, die für die Beschichtung von Backpapier statt PFAS zum Beispiel spezielle Mischungen aus Quarz und Sand verwenden.
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✅Eine Alternative zu Backpapier mit PFAS-Beschichtung können Silikonmatten sein. Vor der ersten Nutzung sollten Sie diese allerdings spülen, dann einmal im Ofen ohne Backwaren erhitzen und danach nochmals gut spülen.12, 13
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✅Gut eingefettete, mit Mehl bestäubte Bleche sind eine weitere Alternative zur Nutzung von Backpapier. Verwenden Sie zum Einfetten jedoch nur ausreichend hoch erhitzbare Fette bzw. Öle, das sich sonst schädliche Transfette bilden können.11
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✅Pfannen mit Emaille-Beschichtung geben in der Regel auch keine Schadstoffe ab. Modelle mit beworbener „Keramik-Beschichtung“ verfügen dagegen teilweise über Beschichtungen, die aus einer Mischung von PFAS mit Keramikpartikeln bestehen.10
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✅Wie bereits erwähnt, enthalten Einwegverpackungen für Lebensmittel aus Papier, Pappe und Zuckerrohr teilweise PFAS. Mehrwegverpackungen bzw. Mehrweggeschirr sind hier oft die besseren Alternativen.17
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✅PFAS kommen oft in Pestiziden zum Einsatz. Bio-Lebensmittel sind daher meistens weniger belastet.15
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✅Einige Imprägniermittel und Imprägniersprays enthalten PFAS und sollten daher nicht verwendet werden.18
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✅PFAS kommen häufig in Outdoorkleidung mit wasserabweisendem Stoff vor. Umweltsiegel wie „GOTS“, „bluesign“ weisen auf Kleidung mit keiner oder geringerer Schadstoffbelastung hin. Hinweise wie „fluorfrei“, „ohne PFAS“, „frei von PFC“ etc. weisen auf Kleidung ohne PFAS hin.19 Ob man diesen Angaben zum Beispiel bei günstiger No-Name-Importware immer trauen kann, ist natürlich eine andere Frage.
Schon gewusst?
Selbst Kinder und Jugendliche zwischen 3 und 17 Jahren sind in Deutschland teilweise schon hoch mit PFAS belastet. So zeigten Blutuntersuchungen bei einem Fünftel der untersuchten Proben für Perfluoroktansäure sogar Werte oberhalb des HBM-I-Wertes (Human-Biomonitoring-Wert). Nur unterhalb dieses Wertes sind „gesundheitliche Beeinträchtigungen auszuschließen“.20
Mit PFAS-Tests Gesundheitsrisiko mindern
Tests auf PFAS in Lebensmitteln oder Produkten wie Pfannen bieten wir bisher nicht an. Wie bereits erwähnt, kann aber auch Trinkwasser einen relevanten Anteil an der PFAS-Aufnahme haben. Deshalb umfasst unser umfangreiches Angebot an Trinkwassertests unter anderem zwei Tests auf PFAS. Der Wassertest PFAS Basis deckt 20 PFAS bei einer Bestimmungsgrenze von 10 ng/l ab. Bei dem PFAS Test Sensitiv liegt die Bestimmungsgrenze bei nur 0,1 ng/l.
Die Probenahme für die Tests können Sie mit der in den Testkits enthaltenen Anleitung einfach selbst vornehmen. Nach Einsendung per Post erfolgt die Testanalyse in unserem spezialisierten Partnerlabor. Das Testergebnis ist für Sie nach kurzer Zeit online über Ihren persönlichen Bereich bei MyChecknatura abrufbar.
✔️ PFAS
✔️ Summenwert
✔️ PFOA, PFNA, PFOS, PFHxS
FAQs: PFAS
Wie PFAS in Kosmetik erkennen?
In Kosmetika kommen PFAS relativ selten vor. Da die Inhaltsstoffe von Kosmetika vollständig deklariert werden müssen, können PFAS anhand der Inhaltsstoffliste allerdings klar erkannt werden. Achten Sie hier auf Bezeichnungen, die mit „Perfluoro-“ oder „Polyfluoro-“ beginnen, sowie auf „PTFE“ beziehungsweise „Polytetrafluorethylen“.21
Warum sind PFAS-haltige Tüten für Mikrowellen-Popcorn besonders problematisch?
Durch den langen Kontakt des heißen Popcorns mit der Beschichtung ist ein verstärkter Übergang von PFAS in das Popcorn möglich.22
Kann Toilettenpapier PFAS enthalten?
Ja, Toilettenpapier kann PFAS enthalten. Die Chemikalien können während des Produktionsprozesses durch den Zusatz von PFAS bei der Umwandlung von Holz zu Zellstoff in das Papier gelangen. Auch verwendete Recyclingfasern sind manchmal mit PFAS verunreinigt, sodass eine Belastung von Recycling-Toilettenpapier möglich ist.23
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Haftungsausschluss/Empfehlung
Die in diesem Ratgeber getätigten Aussagen und Empfehlungen wurden von uns gründlich recherchiert. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität können wir jedoch nicht garantieren.
1Vgl.: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV): Per- und polyfluorierte Chemikalien (PFAS). 2024.
2Vgl.: Verbraucherzentrale Hamburg: Warum sind PFAS problematisch und wo sind die Stoffe enthalten? 2024.
3Vgl.: Umweltbundesamt: PFAS, gekommen um zu bleiben. 2020.
4Vgl.: Bundesinstitut für Risikobewertung: Gekommen, um zu bleiben: Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) in Lebensmitteln und der Umwelt. 2023.
5Vgl.: Land Baden-Württemberg, Regierungspräsidium Karlsruhe: Wie gelangen PFAS-Verbindungen in den Körper? 2024.
6Vgl.: Umweltbundesamt Österreich: Fragen und Antworten zu PFAS. 2024.
7Vgl.: AOK: Wie schädlich sind die Industriechemikalien PFAS? 2023.
8Vgl.: Bergische Universität Wuppertal: PFAS – verkannt, verschwiegen und hochgiftig. 2023.
9Vgl.: Umweltbundesamt: FAQ PFAS. 2025.
10Vgl.: Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen: Pfannen und PFAS: Wie gefährlich ist die Teflon-Beschichtung? 2026.
11Vgl.: Zeitschrift Ökotest: Ewigkeitschemikalien: Wie steht es um PFAS in Backpapier? 2025.
12Vgl.: ZDF heute: Backpapier: Welche Alternativen es gibt? 2024.
13Vgl.: Verbraucherzentrale Bayern: Sind Backmatten besser als Backpapier? 2023.
15Vgl.: BUND: Bedenkliche PFAS-Verschmutzung in europäischen Gewässern – auch Spree und Elbe betroffen: BUND fordert PFAS-Verbot. 2024.
16Vgl.: BUND: PFAS im Trinkwasser: BUND-Aktive entdecken erneut Ewigkeits-Chemikalien im Wasser. 2025.
17Vgl.: BUND: So vermeiden Sie PFAS in der Küche. 2024.
18Vgl.: Stiftung Warentest: Imprägniermittel im Test. Regen – na und? 2023.
19Vgl.: BUND: Outdoorkleidung ohne Schadstoffe. 2024.
20Vgl.: Umweltbundesamt: Kinder und Jugendliche haben zu viel PFAS im Blut. 2020.
21Vgl.: Verbraucherzentrale: Ewigkeits-Chemikalien PFAS: Wo sie stecken, warum sie problematisch sind. 2026.
22Vgl.: Niedersächsisches Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit: PFAS im Alltag – eine Belastung für die Ewigkeit? 2026.
23Vgl.: MDR Wissen: Abwasser verrät: Auch Toilettenpapier kann PFAS enthalten. 2023.
24Vgl.: Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen: PFAS-Schadstoffe in vielen Lebensmittel- und Fast Food-Verpackungen. 2026.
25Vgl.: Dekra: EU-Verpackungsverordnung bringt strenge Grenzwerte für PFAS in Lebensmittelverpackungen. 2026.