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Risiko Trinkflasche - Plastik, Aluminium oder Edelstahl?
Inhaltlich geprüft durch: Martin Stein
Allgemeines
Wenn Sie Ihr Wasser in Trinkflaschen abfüllen, müssen Einweg-Plastikflaschen nicht rohstoff- und energieintensiv produziert bzw. aufwendig recycelt werden. Weiterhin wird durch den bei Einweg- und Mehrwegflaschen nötigen Transport CO₂ freigesetzt. Die Nutzung von eigenen Trinkflaschen trägt folglich zur Einsparung von CO₂ bei.
Die Auswahl an Wasser- und Trinkflaschen ist riesig. Es gibt sie aus Glas, Metall und Kunststoff, als Ein- und Mehrwegprodukt. Die Trinkflaschen haben verschiedene Vor- und Nachteile, einige sind jedoch besonders kritisch, wenn es um die Schadstoffbelastung des Getränks geht. (Stand Mai 2026)
Neben der Freisetzung von Schadstoffen aus dem Material von Trinkflaschen geht mitunter auch von dem zum Befüllen genutzten Leitungswasser ein Risiko aus. Deshalb kann es angebracht sein, Ihr Leitungswasser auf zum Beispiel Schwermetalle und mikrobiologische Verunreinigungen zu testen, bevor Sie es trinken. Unser Wassertest Komplett ist hierfür perfekt geeignet:
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- Trinkflaschen aus Glas und Edelstahl sollten gegenüber Trinkflaschen aus Kunststoff bevorzugt werden.
- Einige Kunststoffflaschen setzen Bisphenol A (BPA) und Acetaldehyd frei.
- Aluminiumflaschen können insbesondere bei säurehaltigen Getränken bedenkliches Aluminium abgeben.
- Flaschenbeschichtungen aus Epoxidharz können BPA freisetzen.
Das Wichtigste in Kürze
Glasflaschen
Glas ist der Favorit in der Kategorie der wiederverwendbaren Trinkflaschen. Es ist aus mehreren Gründen die sicherste und beste Art, Lebensmittel und Flüssigkeiten aufzubewahren.
Wasser aus Glasflaschen wird nicht durch den Geschmack des Materials beeinträchtigt. Neben diesem Geschmacksvorteil hat Glas als Material für Trinkflaschen aber auch noch wichtige Eigenschaften für die Sicherheit der Getränke, die daraus getrunken werden.
Viele Kunststoff- und einige Metallflaschen enthalten zumindest gesundheitlich bedenkliche Chemikalien, die sich aus dem Material lösen und in die Flüssigkeit übergehen können. Glas ist frei von Chemikalien, sodass Sie Getränke bedenkenlos aus Glasflaschen konsumieren können.
Glas besteht aus natürlichen Materialien und ist, im Gegensatz zu einigen Kunststoffflaschen, spülmaschinenfest. Vergewissern Sie sich jedoch, wenn Sie eine Glastrinkflasche anschaffen, dass die Glasflasche getestet wurde und weder Blei noch Cadmium enthalten sind.
Es gibt verschiedene Arten von Glas. Borosilikatglas ist eine gute Wahl. Es hält hohe und niedrige Temperaturen aus, ohne zu zerspringen, ist leichter als andere Glasarten und weniger bruchanfällig.
Wiederverwendbare Plastikflaschen
Es gibt zwar unzählige Gründe, Einweg-Plastikflaschen zu vermeiden, aber viele Menschen entscheiden sich für eine wiederverwendbare Plastikflasche, weil sie preiswert und leicht ist. Es gibt jedoch einige Dinge, auf die Sie beim Kauf der Flaschen achten sollten:
Bisphenol A (BPA) in Trinkflaschen
Vor allem sollten Sie darauf achten, dass die Flasche BPA-frei ist, denn viele Plastikflaschen enthalten diese schädliche Chemikalie. BPA steht für Bisphenol A, eine Industriechemikalie, die seit den 1950er Jahren zur Herstellung bestimmter Kunststoffe und Harze verwendet wird.
BPA ist eine hormonaktive Chemikalie, die sich auf die Fortpflanzungsorgane sowie die fötale Entwicklung auswirken kann, warnt das Umweltbundesamt (vgl.: Umweltbundesamt: Bisphenol A - Massenchemikalie mit unerwünschten Nebenwirkungen).
BPA ist in Polycarbonatkunststoffen und Epoxidharzen enthalten. Polycarbonatkunststoffe werden häufig für Behälter zur Aufbewahrung von Lebensmitteln und Wasserflaschen verwendet.
💡 Woran Sie erkennen, ob eine Wasserflasche BPA-frei ist
BPA ist ein farbloser Stoff, der normalerweise nur schwer in Wasser löslich ist, aber besonders von heißen und sauren Getränken gelöst werden kann oder wenn die Flasche bereits beschädigt ist. Um sicherzustellen, dass Sie sauberes Wasser trinken, gibt es Möglichkeiten zu erkennen, ob Ihre Flasche frei von BPA ist.
Drehen Sie die Flasche auf den Kopf, um die Recyclingkennzeichnung am Boden zu sehen. Das Symbol zeigt ein Dreieck aus drei Pfeilen, die eine Zahl umschließen.
Um festzustellen, ob eine Flasche BPA-frei ist, vermeiden Sie Flaschen mit den Kennzeichnungen 3, 6 und 7. BPA-freie Flaschen sollten nur die Zahlen 1, 2, 4 oder 5 tragen. Sie sollten auch Flaschen mit BPF oder BPS vermeiden, da diese Chemikalien-Ersatzstoffe für BPA sind.
Trinkflaschen aus Edelstahl
Edelstahlflaschen werden aus rostfreiem Stahl in sogenannter Lebensmittelqualität hergestellt und sind in einer Vielzahl von Größen und Farben verfügbar. Es gibt keine bekannten Sicherheitsbedenken im Zusammenhang mit der Verwendung von Trinkflaschen aus Edelstahl, vorausgesetzt, der Stahl ist tatsächlich rostfrei sowie frei von Bleizusätzen. Für Getränke bzw. Lebensmittel zugelassener Edelstahl eignet sich wegen der Schadstofffreiheit und der hohen Bruchstabilität auch gut als Trinkflasche für Kleinkinder.
Im Vergleich zu Wasser in Glasflaschen sind manche Menschen der Meinung, dass Wasser in Edelstahlflaschen einen metallischen Geschmack hat und bei sommerlichen Temperaturen heißer werden kann.
Flaschen aus Aluminium
Nicht alle Trinkflaschen aus Metall sind gleich. Flaschen werden aus einer Vielzahl von Metallen hergestellt. Aluminium ist ein besonders kritisches Material, das mit verschiedenen Krankheiten in Verbindung gebracht wird. So kann es ein Faktor für die Entwicklung der Alzheimer-Demenz, Brustkrebs und Nahrungsmittelallergien sein (vgl.: BioMolecular Concepts: The meaning of aluminium exposure on human health and aluminium-related diseases).
Aluminium sieht aus wie rostfreier Stahl, hat aber in Wirklichkeit ganz andere Materialeigenschaften. Zunächst ist Aluminium weniger robust und verformt sich schneller als Stahl. Aluminium verbeult oft schneller als Edelstahl, wenn man es fallen lässt, und es ist nicht spülmaschinenfest. Auch bekommt die Oberfläche schneller Risse, aus denen dann Aluminium austreten kann.
Aluminium reagiert besonders mit säurehaltigen Lebensmitteln bzw. Getränken, die wesentlich mehr Aluminium aus dem Material lösen, warnt das Bundesinstitut für Risikobewertung (vgl.: BfR-Forschung: Nachweis des Übergangs von Aluminium aus Menüschalen in Lebensmittel).
Epoxidbeschichtungen auf Aluminiumflaschen
Da Aluminium mit säurehaltigen Flüssigkeiten reagiert, müssen Aluminiumflaschen mit einer Emaille- oder Epoxidbeschichtung versehen werden, die sich mit der Zeit abnutzen kann (vgl.: Leitlinie zur hygienischen Beurteilung von Epoxidharzbeschichtungen im Kontakt mit Trinkwasser). BPA ist häufig der Hauptbestandteil von Epoxidharz, was bedeutet, dass Aluminiumflaschen langfristig nicht sicher in der Anwendung sind. Vereinfacht gesagt sind Trinkflaschen aus Aluminium daher nicht gesund und von der Verwendung einer Aluminiumflasche ist dringend abzuraten.
Einwegflaschen aus Polyethylenterephthalat (PET)
Preisgünstige Einweg-Wasserflaschen werden aus Polyethylenterephthalat (PET) hergestellt. PET ist ein leichter, klarer Kunststoff, der häufig für die Verpackung von Lebensmitteln und Getränken verwendet wird.
Teilweise werden diese Flaschen ausgewaschen und wiederverwendet. Allerdings sind Flaschen aus PET nicht für die Wiederverwendung vorgesehen. PET-Flaschen sind nicht haltbar genug, um Gebrauch, Reinigung und Wiederverwendung zu überstehen.
In diesen Flaschen können sich Risse bilden, in denen sich Bakterien festsetzen und leicht vermehren. Dies gilt insbesondere, wenn die Flasche in einem warmen Raum oder einem Auto bei Sonneneinstrahlung gelagert wird. Dann herrschen in der Flasche feucht-warme Bedingungen, die ein idealer Nährboden für Keime sind.
Neue Forschungen haben auch hormonell wirkende Substanzen in Mineralwasser aus PET-Flaschen gefunden, die momentan vom Bundesinstitut für Risikobewertung weiter untersucht werden.
Acetaldehyd in PET-Flaschen
Bei Getränken aus PET-Flaschen ist die Migration von Acetaldehyd von besonderem Interesse. Acetaldehyd ist ein Abbauprodukt des PET-Polymers, das bei der Herstellung von Formkörpern für die Flaschen entsteht (vgl.: Fraunhofer: Determination of the Migration of Acetaldehyde from PET Bottles into Non-carbonated and Carbonated Mineral Water). Gelöstes Acetaldehyd macht sich im Wasser als fruchtiger Geschmack bemerkbar.
In Tierversuchen an Ratten wurden unter anderem krebserregende und leberschädigende Wirkungen von in Wasser gelöstem Acetaldehyd nachgewiesen. Es ist noch unklar, wie weit sich diese Ergebnisse auf Menschen übertragen lassen und was sie für mögliche Grenzwerte bedeuten, wie der gesundheitlichen Bewertung von Acetaldehyd in alkoholischen Getränken des Bundesinstituts für Risikobewertung zu entnehmen ist.
Übersicht: Vor- und Nachteile verschiedener Trinkflaschen
| Material: | Glas | BPA-freier Kunststoff | Edelstahl | Aluminium | Einweg-Kunststoff |
|---|---|---|---|---|---|
| niedriger Preis | ❌ | ✔️ | ❌ | ✔️ | ✔️ |
| geringes Gewicht | ❌ | ✔️ | ❌ | ✔️ | ✔️ |
| gute Langlebigkeit | ✔️ | ❌ | ✔️ | ❌ | ❌❌❌ |
| reiner Geschmack | ✔️ | ❌ | (❌) | ❌ | ❌ |
| geringes Risiko durch keine oder wenig Schadstoffe im Material |
✔️ | ❌ | ✔️ | ❌❌❌ | ❌❌❌ |
| zu beachten | Material darf kein Blei oder Kadmium enthalten | vermeiden Sie die Kennzeichnungen 3, 6 und 7 sowie BPF oder BPS | Material muss Edelstahl sein, kein ähnlich aussehendes Metall | BPA-freie Beschichtung, bei Beschädigung nicht mehr sicher zu verwenden | nicht wiederverwenden |
Übersicht: Vor- und Nachteile verschiedener Trinkflaschen
| Material: | Glas | BPA-freier Kunststoff | Edelstahl | Aluminium | Einweg-Kunststoff |
|---|---|---|---|---|---|
| niedriger Preis | ❌ | ✔️ | ❌ | ✔️ | ✔️ |
| geringes Gewicht | ❌ | ✔️ | ❌ | ✔️ | ✔️ |
| gute Langlebigkeit | ✔️ | ❌ | ✔️ | ❌ | ❌❌❌ |
| reiner Geschmack | ✔️ | ❌ | (❌) | ❌ | ❌ |
| geringes Risiko durch keine oder wenig Schadstoffe im Material |
✔️ | ❌ | ✔️ | ❌❌❌ | ❌❌❌ |
| zu beachten | Material darf kein Blei oder Kadmium enthalten |
vermeiden Sie die Kennzeichnungen 3, 6 und 7 sowie BPF oder BPS |
Material muss Edelstahl sein, kein ähnlich aussehendes Metall |
BPA-freie Beschichtung, bei Beschädigung nicht mehr sicher zu verwenden |
nicht wiederverwenden |
Wichtige Tipps
💡 Die beste Trinkflasche: Glas und Edelstahl sind die Favoriten unter den Trinkflaschen. Sind diese zu teuer, ist BPA-freier Kunststoff bei der richtigen Pflege wenig bedenklich.
💡 Regelmäßige Reinigung: Die Trinkflasche sollte nach jeder Benutzung sorgfältig mit Spülmittel gereinigt werden (gründlich mit klarem Wasser nachspülen), damit sich keine Keime ansammeln können. Sie sollte auch richtig trocknen können, um Keimen keine abgeschlossene, feuchte Umgebung zu bieten.
🚨 ACHTUNG: Das meiste Plastik und Aluminium ist nicht spülmaschinenfest. Die Materialien werden durch die Maschine beschädigt und sind dann nicht mehr sicher.
💡 Lagerung: Besonders Plastikflaschen halten Hitze nicht gut aus und können dadurch beschädigt werden. Sie sollten kühl und dunkel lagern.
💡 Vorsicht bei Säure und heißen Getränken: Wasserflaschen aus Plastik und Aluminium sind mit heißen und sauren Getränken nicht sicher zu verwenden.
Testen Sie Ihr Trinkwasser jetzt auf potenzielle Schadstoffe!
Wenn Sie Ihr Leitungswasser trinken, sollte dieses frei von Schadstoffen und mikrobiologischen Belastungen sein.
Zwar ist Trinkwasser eines der am strengsten kontrollierten Lebensmittel in Deutschland. Trotz strenger Richtwerte und regelmäßigen Kontrollen, kann es allerdings immer wieder zu Verunreinigungen und möglichen Gesundheitsrisiken kommen.
Da Ihr Trinkwasseranbieter die Qualität des Wassers lediglich bis zum Hausanschluss gewährleisten muss, können unter anderem durch Schwermetallfreisetzungen aus Blei- und Kupferrohren, poröse Leitungen oder mangelnde Hygiene an den Armaturen Wasserverunreinigungen durch die Hausinstallation auftreten.
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Wussten Sie ..?
Auch handelsübliche Getränkedosen sind in der Regel, wie Aluminiumflaschen, mit BPA-haltigem Harz beschichtet. Kaufen Sie deswegen keine verbeulten Getränkedosen und Konserven, da die Beschichtung und das Metall dann Schadstoffe freisetzen und in das Lebensmittel abgeben können.
Bedenkliche Substanzen
⚠ Bisphenol A (BPA)
⚠ Polyethylenterephthalat (PET)
⚠ Acetaldehyd
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Haftungsausschluss/Empfehlung
Die in diesem Ratgeber getätigten Aussagen und Empfehlungen wurden von uns gründlich recherchiert. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität können wir jedoch nicht garantieren.